Was mich bewegt...

Cover Iron Warrior - eine Geschichte über Morbus Crohn

Jetzt wird es ein wenig persönlicher.

 

Etliche Leute, die mich kennen, haben mich in den vergangenen Monaten gefragt: "Du schreibst Fachbucher! Warum jetzt um Gottes Willen einen Roman zu dem Thema?"

 

Gegenfrage: warum nicht?

 

Eine schwere Krankheit, die einen womöglich in den Jugendjahren trifft, hat das Potential zu einer gewaltigen geistigen Entwicklung. Es ist unmöglich, dass man mit 17, oder 20, Höllenqualen durchmacht und sich mit dem eigenen Tod konfrontiert sieht, ohne dass sich irgendetwas bei einem tut. Klar, ich kann auch hier wieder nur von mir reden. Ich rede viel vom Körper, vom Stoffwechsel, von den Mechanismen, die auf einer stofflichen Ebene eine Krankheit auslösen, und wie man diese beeinflussen kann. Das ist meine hauptsächliche Arbeit. Deswegen sind aber weder ich, noch meine Patienten "seelenlos".

 

Man muss sich nicht zwingend mit Esoterik und solchen Geschichten befassen, um zu erkennen, dass eine Krankheit das Potential hat, einen Menschen geistig zu ändern. Und darum geht es in meinem Roman "Iron Warrior - eine Geschichte über Morbus Crohn".

 

Iron Warrior ist weder ein besonders ästhetischer Roman, noch sehr erbaulich. Er ist hart, die Sprache teilweise derb, und über 90% des Buches geht es um Kampf, um innere und äußere Konflikte. Es ist keine "schöne" Geschichte von einem strahlenden Helden, der triumphiert. Es ist auch keine Geschichte, die wörtlich verstanden werden will. Wer versucht, "Iron Warrior" wörtlich zu nehmen, der wird an der Geschichte scheitern, und ihr mit Sicherheit nichts abgewinnen können. "Iron Warrior" ist eine Geschichte voller Symbole: von Abhängigkeiten, von Leitfiguren, von innerem Kampf, von Schmerz, Einsicht und Erkenntnisgewinn. Sie ist nicht für jeden. Sie ist nur für diejenigen, die es wagen, ihre Krankheit und ihre Probleme zu hinterfragen und sie wirklich auf sich beziehen, ohne daraus eine Fehlvorstellung im Bezug auf Schuld und Sühne zu entwickeln.

 

Tatsächlich ist jede Erkrankung auch ein Teil von dem, der sie hat - auch von seiner Seele, oder von seinem Bewusstsein.

 

Ich habe das Thema von Iron Warrior lange mit mir herumgetragen und auch lange mit mir gekämpft, ob ich diesen Schritt gehen soll, und bin ihn schließlich gegangen. Repräsentiert mein Ernährungs- und Therapiewissen meinen Verstand, geht es hier um meine Gefühle. Und das Eine ist ohne das Andere nicht vollständig...

 

Hier die Inhaltsangabe:

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