Neuer Artikel online + Fragebogen: "Wie gefährdet ist mein Kind?"

Kann man chronisch-entzündliche Darmerkrankungen vorbeugen? Die Frage nach einer Prävention stellt sich in der Medizin aktuell noch nicht. Dennoch hat die Vergangenheit gezeigt, dass sich dies durchaus mit wachsenden Erkenntnissen über chronische Krankheiten ändern kann.

 

Beispiel Altersdiabetes: Altersdiabetes, oder Diabetes Typ 2, war noch vor 20 oder 30 Jahren eine Erkrankung, für die einen einzigen Ratschlag gab: „iss nicht so viel Zucker!“ - Es ist gerade einmal sechs oder sieben Jahre her, da wurde Fruchtzucker (Fructose) als alternatives Süßungsmittel für Diabetiker empfohlen. Dies hat sich heute radikal geändert. Vorstößen von Ärzten wie beispielsweise Dr. Schmiedel haben wir es zu verdanken, dass der Altersdiabetes heute zu den Krankheiten gezählt wird, die man zumindest in ihrer Anfangsphase noch heilen kann.

 

Was chronisch-entzündliche Darmerkrankungen angeht, sind wir natürlich längst noch nicht so weit. Ich denke aber, dass dies mit wachsendem Wissen in der Medizin und Immunologie eine Frage der Zeit ist.

 

Da sich sowohl chronisch-entzündliche Darmerkrankungen selbst, als auch das Bewusstsein um diese Krankheiten immer weiter ausbreiten, stellen sich Eltern sicherlich gelegentlich die Frage: kann ich wissen, ob mein Kind gefährdet ist? Diese Problematik ergibt sich, wenn jemand aus dem Freundeskreis oder sogar in der Verwandtschaft von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa betroffen ist. Meist sind die Familien „hautnah dabei“, wenn sie sehen, wie sehr ein Kind einer befreundeten Familie unter der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leidet.

 

Da kommen natürlich auch Fragen seitens der Kinder auf, etwa: „wieso kann ich heute nicht mit Patrick spielen?“

 

Eltern wollen wissen, ob ihr Kind gefährdet ist, krank zu werden

 

Das gilt natürlich auch - und in letzter Zeit erst recht - für Krankheiten wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Nur mal so: 70 % meiner Patienten haben ihre erste Diagnose nach der Jahrtausendwende erhalten. Nur ungefähr ein halbes Dutzend meiner Patienten erhielten ihre Diagnose vor dem Jahr 1985! Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind also nach wie vor auf dem Vormarsch.

 

Im Laufe der letzten Jahre habe ich bei meiner Anamnese immer wieder Muster festgestellt, die sehr häufig auftraten. Und ich habe Muster festgestellt, die selten oder so gut wie nie auftraten - vor allen Dingen bei jungen Patienten, und vor allen Dingen bei Morbus Crohn.

 

Daher denke ich, dass das relative Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und besonders für Morbus Crohn gerade bei jungen Patienten zumindest abschätzbar ist.

 

Was bedeutet „relatives Risiko“?

 

Wir müssen in diesem Zusammenhang unbedingt mit dem relativen Risiko argumentieren, um auf der seriösen Seite zu bleiben und übertriebene Panikmache zu verhindern. Wenn das relative Risiko einer Person, an einer bestimmten Krankheit zu erkranken, gegenüber einem repräsentativen Durchschnitt erhöht ist, sagt das noch relativ wenig über das absolute Risiko aus.

 

Liegt das durchschnittliche absolute Risiko für eine bestimmte Krankheit bei 2 % und ist das Risiko einer bestimmten Person gegenüber diesem repräsentativen Durchschnitt um 200 % erhöht, liegt das absolute Risiko dieser Person bei 6 %. Diese Tatsache sollte man immer beachten, wenn man einen Fragebogen auswertet.

 

Erfahrungen mit bestimmten Mustern

 

In meiner langjährigen Erfahrung auch mit Kindern habe ich relativ schnell festgestellt, dass sich bestimmte Muster immer wiederholen. Es handelt sich um keine allgemein gültige, feste Regel - aber um auffallende Häufungen bestimmter Probleme. Klassisch in diesem Zusammenhang sind immer wiederkehrenden Nebenhöhleninfekte, Anginen und Mandelentzündungen, die wiederholt antibiotisch therapiert wurden. Bei etwa 80-90 % meiner jungen Patienten finde ich dieses Problem wieder, demgegenüber bei 10-20 % nicht. In der naturheilkundlichen „Denke“ der Heilpraktiker sagt dieser Umstand einiges über einen möglichen Zusammenhang aus, zum Beispiel mit der Darmflora und den darmassoziierten Immunsystem.

 

Ich habe in einem Fragebogen die typischsten dieser Muster zusammengefasst und möchte sie Ihnen auf meiner Website und mit diesem Blog-Eintrag zur Verfügung stellen, damit Sie das relative Risiko ihres Kindes bzw. ihrer Kinder abschätzen können.

 

Und noch einmal: sollten Sie in diesem Test „schlecht abschneiden“, Ihr Kind aber nicht krank sein, ist dies kein Grund zur Panik - wohl aber zur Wachsamkeit. Überprüfen Sie bitte kritisch bzw. selbstkritisch die Bereiche, in denen Probleme auftreten. Setzen Sie sich eventuell mit einem Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens zusammen und vereinbaren Sie eine Beratung.

 

Wenn Sie den Fragebogen ausgewertet haben und Fragen dazu haben, können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Am Ende dieses Artikels habe ich einen Link zum Kontaktformular beigefügt. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich.

 

Hier nun der Fragebogen:

Download
Ist Ihr Kind gefährdet?
Wie gefährdet ist Ihr Kind. Finden Sie heraus, wie hoch das relative Risiko Ihres Kindes / Ihrer Kinder für eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung ist.
Ist ihr Kind gefährdet.pdf
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