Jahresabschlussbilanz - das Jahr 2015 in der Naturheilpraxis Ulmicher

Das Jahr 2015 in der Naturheilpraxis Ulmicher

 

Es wird Zeit für die Jahresbilanz für das Jahr 2015…

 

Tja, was soll man zu diesem Jahr sagen? Als erstes wahrscheinlich etwas eher Ernüchterndes: „Mehr wird es nicht!“

 

Unter diesen vier in jeder Hinsicht bescheidenen Worten lässt sich das Jahr 2015 für mich unter materieller Hinsicht zusammenfassen. Weder mehr Patienten, noch mehr verkaufte Bücher, noch mehr Einkommen. Dafür allerdings die Einkommenssteuer für drei Jahre: Nachzahlungen und Vorauszahlung.

 

Damit kann ich eigentlich einigermaßen leben.

 

Womit ich allerdings definitiv nicht leben kann und in Zukunft nicht mehr leben werde, sind Patienten, die eine Behandlung bei mir nicht ernst nehmen. Ich habe zwar keine Lust, mich immer wieder zu wiederholen, aber manchmal muss es eben sein: eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung ist KEIN Schnupfen! Wer nicht mit dem Willen herangeht, sich nicht nur meiner Behandlung zu unterziehen, sondern auch die entscheidenden Dinge in seinem Leben zu ändern, der kann nun mal keine sensationellen Heilerfolge erwarten.

 

Ich habe Jungen und Mädchen mitten in der Pubertät behandelt, die in punkto Essen eiserne Disziplin an den Tag legen. Vor diesem jungen Patientinnen und Patienten ziehe ich meinen Hut!

 

Auf der anderen Seite habe ich Erwachsene und (angeblich) mitten im Leben stehende Patienten kennen lernen müssen, die es nicht einmal auf die Reihe kriegen, ihren Zucker-, Kaffee- und Alkoholkonsum zu zügeln. Geschweige denn, bestimmte Arzneimittel zu einer bestimmten Zeit einzunehmen. Oder sich mal zurückzumelden, wenn es Neues zu berichten gibt.

 

Wir reden hier eigentlich, wie ich meine, von Selbstverständlichkeiten.

 

Dazu passt auch eine negative Rezension meiner Bücher bei Amazon. Dort steht nämlich sinngemäß etwa folgendes zu lesen: „ich habe doch schon so viele Einschränkungen, da will ich das Leben doch wenigstens ein bisschen genießen.“ Nun, in den meisten Fällen hat man die Wahl, sich beim Essen einzuschränken und den Rest des Lebens wesentlich besser zu genießen oder eben weiterhin Süßspeisen, Zucker, die Flasche Bier (oder sonstigen Alkohol), Zigaretten, Kaffee, Energiedrinks usw. zu „genießen“ und dafür den Rest des Lebens umso weniger. Ist das wirklich eine Wahl für den gesunden Menschenverstand, wenn man sich schon mit einer chronischen Krankheit herumschlagen muss?

 

Der weitere große Nerv-Faktor auch in diesem Jahr 2015 sind und waren wie gehabt die Foren von Selbsthilfegruppen.

 

Ich will mich dazu nicht allzu weit an dieser Stelle auslassen, ich sage dazu nur: „was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht“. Nur dass dieser „Bauer“ gar kein Interesse daran hat, „es“ kennen lernen zu wollen. Am Anfang, als ich noch naiv und (zu) idealistisch war, dachte ich eigentlich, dass jemand mit einer schweren Form von Morbus Crohn, der Jahrzehnte mit rein natürlichen Mitteln beschwerdefrei ist, wenigstens so etwas wie „Neugier“ weckt. Aber wie gesagt…

 

Aber das Jahr 2015 hatte auch Positives zu bieten…

 

Erstens: seit ca. 2 Monaten zeichnet sich eine Trendwende ab: etliche neue und sehr vernünftige Patienten haben den Weg in meine Praxis gefunden. Sie sind kooperativ, aufgeschlossen und sehr diszipliniert! Unter diesen Voraussetzungen lassen die Erfolge auch nicht besonders lange auf sich warten! Sehr gut!

 

Zweitens: ich habe dieses Jahr „saumäßig“ viel dazu gelernt! Nicht nur für meine Patienten oder für die Praxis, sondern auch für mich selbst.

 

Drittens: ich war - ich gebe es zu - zwischendrin mal eher pummelig und nicht gerade fit. Das hat sich jetzt erledigt! Ich habe im Laufe dieses Jahres acht Kilo abgenommen, habe viel trainiert und bin viel beweglicher geworden als ich noch vor einem Jahr war.

 

Viertens: bald bin ich fünfsprachig! Ich lerne nämlich gerade Spanisch und Russisch. Russisch ist natürlich eine Herausforderung, aber lesen kann ich es immerhin schon mal ;-) – wenn auch noch etwas „holprig“.

 

Fünftens: in den letzten Wochen habe ich eine interessante neue Geschäftspartnerschaft geschlossen. Es geht (unter anderem) um Phosphatidylcholin (Lecithin für Colitis-ulcerosa-Patienten - aber nicht nur!). Es geht mittel- und langfristig auch um Fortschritte in der Naturheilkunde insgesamt.

 

Und sechstens: mein neues Buch ist fertig! Und, wie es aussieht, hat es bereits einen Verlag!

 

Aber diese Musik spielt erst nächstes Jahr so richtig auf…

 

Jedenfalls wünsche ich allen, die das lesen, ein frohes und beschwerdefreies Weihnachtsfest und einen gesunden Start ins Jahr 2016. Zum Abschluss noch ein kleines, heiteres Weihnachtsgedicht von mir:

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Der Weihnachtswunschzettel
Ein heiteres Weihnachtsgedicht von Andreas Ulmicher
Der Weihnachtswunschzettel.pdf
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