Colitis ulcerosa, Morbus Crohn: das können Sie tun, um Ihre Schleimhautbarriere wieder aufzubauen!

Im letzten Blogartikel vom 16. November 2015 habe ich beschrieben, wieso die Schädigung der Schleimhautbarriere des Darms ein modernes Problem ist und damit mitverantwortlich für die ansteigende Inzidenz chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen.

 

Die fünf Hauptgründe, warum die Schleimhaut-Barriere des Darms heute zunehmend geschädigt wird, sind: ein veränderter Fettstoffwechsel und der (leider immer noch häufige) Genuss von Trans-Fettsäuren, die versehentliche Aufnahme von Detergenzien (Wasch-, Spül- und Reinigungsmittel über die Schleimhäute, Medikamente, Emulgatoren in Nahrungsmitteln sowie eine nachlassende Verdauungskraft und daraus resultierender Enzymmangel, der seinerseits wiederum zu pH-Wert-Schwankungen im Darm und zu einer veränderten Darmflora führt.

 

Aufgrund unserer modernen Lebensumstände wird sich die Darmschleimhaut nicht allein dadurch wieder regenerieren, indem Sie diese Dinge meiden bzw. Ihr Enzymsystem anregen. Leider benötigt es dazu einiges mehr. Diese folgenden fünf Dinge sollten Sie in Zukunft beachten:

 

1. Leberentgiftung

 

Ihre Leber steht in beständiger Wechselwirkung mit dem Darm. Ihre Leber ist mit den Stoffwechselgiften des „modernen Zivilisationsdarms“ überfrachtet. Ob Medikamenteneinnahme, dauerhaft sitzende Lebensweise oder moderne Ernährung: alle Faktoren unserer Lebensweise tragen dazu bei, dass unsere Leber - vorsichtig formuliert - „suboptimal“ funktioniert. Die Farbe der Leberentgiftung ist grün. Steigern Sie den Genuss „grüner“ Lebensmittel, natürlich so zubereitet, dass sie diese optimal vertragen. Oder beginnen Sie in Absprache mit einem ganzheitlich arbeitenden Therapeuten eine Leberentgiftungstherapie (… die ihren Körper nicht überfordert!)

 

2. Darmflora optimieren

 

Vor allen Dingen dann, wenn Sie Medikamente eingenommen haben sollten, kommen Sie nicht um dieses Thema herum. Eine robuste „Starterflora“ hält den pH-Wert im Dickdarm konstant und bietet ein günstiges Milieu für weitere, gute Darmbakterien. Die optimale Empfehlung ist eine anfängliche Kombination aus Saccharomyces boulardii und verschiedenen Bifidobakterien. Dem Bifidobakterium BB-02 wird die beste Wirkung nachgesagt. Leider ist es in Probiotika nicht leicht zu finden.

 

3. Verbessern Sie ihren antioxidativen Status

 

Leichter gesagt als getan, wenn Sie bereits an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leiden. Nicht einmal jeder verträgt alle Nahrungsergänzungen. Lassen Sie sich am besten auch hier von einem Therapeuten beraten! Hilfreich ist es zu wissen, dass Enzyme, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe eine höhere antioxidative Wirkung haben als die meisten Vitamine!

 

4. Ernähren Sie sich grob nach Ihrem Stoffwechseltyp. Berücksichtigen Sie dabei Ihre individuellen Intoleranzen!

 

In meinem Buch: Andreas Ulmicher Ratgeber Ernährung bei Morbus Crohn - Colitis ulcerosa habe ich einen groben Einblick in das System der Stoffwechseltypen gegeben  (Bestellung: rechts auf das Bild vom Buchcover klicken!). Wenn Sie Genaueres zu diesem Thema erfahren möchten, empfehle ich Ihnen die Website www.ernaehrungstyp.com zunächst einfach zur Information. Um sich etwas genauer zu informieren, empfehle ich das Buch „Essen, was mein Körper braucht“ von William Wolcott, Trish Fahey und Peter Königs. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Ernährung natürlich auch Ihre individuellen Intoleranzen! Der Körper kann nur das verdauen, was er verträgt!

 

Zu guter Letzt: Bauen Sie Ihre Schleimhautbarriere mit Phosphatidylcholin-Retard wieder auf!

 

Für nähere Informationen zu diesem Thema klicken Sie bitte hier:


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