Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Mobbing

Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass Morbus Crohn bzw. Colitis ulcerosa und Mobbing keine gute Kombination sind. Bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung ist der Darm nicht nur sensibilisiert für schlechtes Essen und verschiedene Umweltbelastungen, sondern auch für alle Arten von Stress: Stress im Körper (zur Erinnerung: „oxidativer / nitrosativer“ Stress). Und natürlich auch Stress, der auf die Psyche einwirkt.

 

Man sollte allerdings nicht alle(s) (Kranke) über einen Kamm scheren!

 

Aber Vorsicht! Wenn es um das Thema „Morbus Crohn – Colitis ulcerosa“ und Psyche geht, sollte man sich dennoch vor Allgemeinplätzen hüten. Nicht jeder Patient mit einer chronisch-entzündlichen Darm hat eine hochsensible Psyche. Setzt man Sensibilität und Krankheit-Gesundheit allerdings ins Verhältnis zueinander, dann ist es ziemlich sicher, dass anteilsmäßig mehr sensible Zeitgenossen unter den chronischen Darmkranken zu finden sind als unter den Gesunden.

 

Ziehen sensible Naturen Mobbing stärker an – oder ist es subjektiv, was als Mobbing empfunden wird?

 

Die meisten Sensibelchen definieren sich stärker darüber, was Andere über sie denken als die robusten Zeitgenossen. Ignorieren dabei nicht nur eigene Bedürfnisse, sondern leiden subjektiv auch stärker an Kritik. Erst recht, wenn Sie als „Spitze“, Zynismus oder gar Beleidigung rüberkommt). Von daher kann man sagen: Mobbing ist auch subjektiv. Aber nicht nur. Denn ganz sicher hat nicht nur der „Gemobbte“ ein „Problem“ – sondern auch der Mobber.

 

Mobber wollen nämlich indirekt eigene Leistungen gerne heraufspielen und werten damit die Leistung anderer Menschen gerne ab.  Aber was nützt das Wissen dem Mobbingopfer, wenn sein Darm anfängt zu bluten.

 

Wirkt sich der gestörte Darm auf die Psyche aus oder umgekehrt?

 

Aber um wirkungsvoll Abhilfe schaffen zu können, müssen wir uns der Henne- oder Ei- Frage stellen. Was war denn zuerst da: der geschädigte Darm oder die sensible Psyche? Für den ganzheitlich denkenden Menschen (Therapeut) ist der Fall klar: ein dickeres Fell macht auch den Darm weniger anfällig für Beschwerden.

 

Allerdings: auch eine wirklich gute Psychotherapie dauert! Und was machen Sie in der Zeit bis dahin? Nun, es ist nicht sehr „ganzheitlich“, aber immerhin hilft es etwas schneller. Es existierten nämlich mittlerweile Untersuchungen von Darmbakterien, die Ängstlichkeit, Sensibilität und Stress-Reaktionen reduzieren können. Wie? Im Zusammenspiel mit Hormonen und dem Darm-Nervensystem (dem Nervus vagus). Besonders hervorgetan haben sich hierbei folgende Bakterienstämme: „Lactobacillus helveticus RR0052“, „Bifidobacterium longum“ und „Lactobacillus rhamnosus“.

 

Neben weiteren natürlichen Antidepressiva und beruhigenden Substanzen wie Johanniskrautextrakt und S-Adenosylmethionin können Sie ja mal Ausschau nach einen Probiotikum halten, das diese drei Keimstämme enthält!


Eine weitere interessante Option ist der Einsatz von Glutamin. Diese Aminosäure stabilisiert die Schleimhautbarriere und interessanterweise scheint sie auch positive Aspekte auf die Psyche zu haben!

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