Morbus Crohn - Colitis ulcerosa: die Grenzen der Nahrungsergänzung (Teil 1)

Vor allem bei Morbus Crohn, ein bisschen aber auch bei Colitis ulcerosa kann der Darm nicht vollständig das tun, was ein gesunder Darm tun kann: alle Nährstoffe aufnehmen bzw. bei sich behalten. Da ist es nur logisch, dass Patienten mit einer chronisch-entzündliche Darmerkrankung, aus Prävention oder Notwendigkeit, zur Nahrungsergänzung greifen.

 

B-Vitamine und Eisen bei Blutarmut, Vitamin D fürs Immunsystem…

 

Die Klassiker der Nahrungsergänzungen sind B-Vitamine, allen voran Vitamin B12, bei Blutarmut, eventuell auch Eisen. Wobei Eisen in Tablettenform als Nahrungsergänzung oft nicht vertragen wird und durch eine Injektions- oder Infusionstherapie beim Arzt ersetzt wird. Vitamin D hat in den letzten fünf Jahren als Nahrungsergänzung Furore gemacht, wenn es darum geht, das Immunsystem und seine Funktionen zu verbessern.

 

Kann man Nahrungsergänzungen geben, damit Nährstoffe besser aufgenommen werden?

 

Verlassen wir die ausgetretenen Pfade des Mainstream und begeben uns ein wenig auf unwegsames Gelände: kann man mit bestimmten Nahrungsergänzungen den Darm so koordinieren, dass er von den normalen Nährstoffen aus der Ernährung profitiert? Es geht - in Grenzen. Durch eine Kombination bestimmte Aminosäuren, die vor allen Dingen bei Morbus Crohn nur sehr schlecht aufgenommen werden, können die Nervenbotenstoffe gebildet werden, die nötig sind, die Verdauung zu verbessern. Wie gesagt, in Grenzen!

 

Darauf abgestimmt gibt es spezielle Nahrungsergänzungsmittel. Wenn man einen Schritt weiter geht, kann man versuchen, mit Nahrungsergänzungsmitteln das vegetative Nervensystem zu koordinieren, dass der Stress aus der Darmschleimhaut genommen wird und so die Aufnahme von Nährstoffen indirekt weiter verbessert werden kann.

 

(Fortsetzung im nächsten Blogeintrag - der Blog macht Pause bis zum 16. Oktober!)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0