Verbesserte Eisenaufnahme? (Teil 2)

Nicht nur Vitamin C in seinen verschiedenen Formen ist dazu geeignet, die Eisenaufnahme im Körper zu verbessern. Fermentierte Nahrungsmittel enthalten Wirkstoffe, welche die Eisenaufnahme steigern. Nun sind fermentierte (milchsauer vergorene) Nahrungsmittel nicht für jeden Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung geeignet. Sie empfehlen sich nur dort, wo im Dickdarm ein zu basischer pH-Wert festgestellt wurde (höher als 7,0). Bei einem zu sauren pH-Wert des Dickdarms sollte man als Crohn-bzw. Colitis Patient einen Bogen um fermentierte Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Sauerkraut, Kefir, Kombucha etc. machen.

 

Wer keine Glutenintoleranz hat, der sollte das beachten:

 

Nicht fermentiertes Getreide, beispielsweise auf konventionellem Wege hergestelltes Brot bzw. Brötchen, aber auch Teigwaren, können die Eisenaufnahme behindern. Wenn Sie die Gelegenheit dazu haben, auf echtes Sauerteigbrot zurückzugreifen, dann nutzen Sie sie. Wer eine Glutenintoleranz hat, für den verbieten sich Getreide und Backwaren sowieso.

 

Im Übrigen gibt es viele pflanzliche Nahrungsmittel, die reich an Eisen sind!

 

Zum Beispiel:

 

  • Petersilie,

 

  • Zimt,

 

  • Kakaopulver (das echte, nicht etwa Kaba!),

 

  • Thymian,

 

  • Kürbiskerne,

 

  • Pinienkerne,

 

  • Sesam!

 

Dieser Nahrungsmittel enthalten mehr Eisen pro 100 g als die meisten tierischen Nahrungsmittel und übertreffen bekannte Eisenspender wie schwarze Johannisbeeren und rote Bete um ein Vielfaches!

 

Um diese Dinge sollten Sie eher einen Bogen machen, wenn sie ein Eisenmangelproblem haben

 

  • Sekundäre Pflanzenstoffe, die in Kaffee, Kakao und Tee vorhanden sind (womit sich der hohe Eisengehalt in Kakaopulver wieder relativiert!)

 

  • Unfermentiertes Getreide und Hülsenfrüchte

 

  • Oxalsäure, wie in Spinat und Rhabarber

 

  • große Mengen an Kalzium und Magnesium

 

  • Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten (sollten Sie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sowieso nicht nehmen!)

 

Außerdem ist noch wichtig: falls sie Cortison nehmen müssen, hat Ihnen ihr Arzt wahrscheinlich ein Mittel verschrieben, dass die Magensäure neutralisiert. Durch diese neutralisierten kann Eisen vom Körper schlechter verwertet werden. Sollte sich bei Ihnen unter Kortisoneinnahme und ohne besondere Entzündungssymptome einen Eisenmangel einstellen, dann sprechen Sie dieses Thema bei ihrem Arzt an!

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