Crohn und Colitis: wie geht verbesserte Eisenaufnahme? (Teil 1)

Was das Thema Blutbildung, erst recht aber - vor allen Dingen bei Colitispatienten - das Thema Blutverlust angeht, es dreht sich viel um den Faktor Eisen. Bei mangelnder Blutbildung genauso wie bei Blutverlust tritt schnell einen Eisenmangel auf, die Eisenspeicher erschöpfen sich. Wie ich bereits im letzten Newsletter (Anmeldung auf der Startseite!) schrieb, kann Eisensubstitution das grundsätzliche Problem nur selten lösen.

 

(Zur Erklärung: das Wort „Eisensubstitution“ bedeutet, dass man entweder Eisentabletten einnimmt oder sich Eisen spritzen bzw. per Infusion zuführen lässt).

 

Natürliche Eisenaufnahme - nur möglich bei einigermaßen stabilem Befinden?

 

Wenn der Darm so stark entzündet ist, dass man bestenfalls eine Hand voll von Nahrungsmitteln überhaupt noch verträgt, sieht es um die Eisenaufnahme natürlich schlecht aus. In solchen Fällen bei zusätzlicher Blutarmut kommt man um eine medizinische Eisenaufnahme nicht herum. Auch Eisenpräparate, die man schlucken kann, werden erfahrungsgemäß sehr schlecht vertragen.

 

Wenn und solange der Darm aber so einigermaßen verdauen kann, sollte man sich schon fragen, ob man die Eisenaufnahme über den Darm nicht verbessern kann?

 

Das „Mittel der Wahl“ ist ja normalerweise Vitamin C…

 

Aber auch Vitamin C ist bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nicht unproblematisch. Sensible, auch ansonsten gesunde Menschen reagieren normalerweise ab einer Aufnahme von ca. 500 mg Vitamin C pro Tag mit weicheren Stühlen und sogar mit Durchfall. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kann der Schwellenwert sogar noch erheblich niedriger liegen. Hier können bereits 50-100 mg Durchfälle erheblich verstärken oder sogar herbeiführen, selbst wenn normalerweise kein Durchfall besteht. 180 mg pro Tag an zusätzlicher Aufnahme von Vitamin C sind bei Eisenmangel empfehlenswert.

 

Salze der Ascorbinsäure sind besser verträglich!

 

Wer Vitamin C aufnehmen will, aber mit reinem Vitamin C sowie mit Nahrungsmitteln, die viel von diesem Vitamin enthalten, so seine Probleme hat, der kann einmal Calciumascorbat versuchen. Es ist das Kalziumsalz von Vitamin C und es in aller Regel wesentlich besser verträglich als reines Vitamin C (Ascorbinsäure).

 

(wird im nächsten Blogeintrag fortgesetzt!)

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