Analfissur heilt nicht zu? Logisch, da sind schließlich Schmutz und Bakterien!

So unglaublich es klingt - doch das folgende, was ich in diesem Blogeintrag berichte, hat sich tatsächlich so zugetragen.

 

Vor einigen Jahren wurde bei mir ein junger Patient vorstellig, der an einer schmerzhaften Analfissur litt. Er hatte weder Morbus Crohn noch Colitis ulcerosa und eigentlich auch keine Stuhlunregelmäßigkeiten. Trotzdem machte die Analfissur (eine Fissur ist ein Einriss im Gewebe) von sich aus keinerlei Anstalten, zu zuheilen. Bevor der junge Mann zu mir kam, war er bereits bei vier verschiedenen Proktologen, die ihm alle empfahlen, die Fissur mit einer Wundnaht zu versorgen und auf diese Weise zu heilen zu lassen.

 

Auch das hat aber nie funktioniert. Nun muss man dazu sagen, dass die Analfissur sich am Rande der Schleimhaut des Rektums befand. Mehrere Versuche, den Einriss zu zu nähen, scheiterten glorreich.

 

Das Problem dahinter ist wahrscheinlich zu simpel für promovierte Ärzte?!

 

Der junge Mann suchte also mich auf, schilderte sein Problem und fragte mich, was man da tun könne. Ich stellte ihm die Gegenfrage, ob er sich vorstellen könnte, dass eine Wunde im Schmutz mit sehr, sehr vielen Bakterien denn unkompliziert zu heilen könne. Er verneinte. Dann erklärte ich ihm, dass in einem einzigen Stuhlgang Billionen von Bakterien stecken können. Eine Region, die einfach ihrer Natur nach nicht sauber ist, bietet sicherlich kein optimales Milieu für die Wundheilung.

 

Mein Rat an den jungen Mann war, täglich nach dem Stuhlgang das Rektum mit einem Klistierball voll Eichenrindenextrakt auszuspülen und außerdem half ich mit einem homöopathischen Mittel nach.

 

Die Fissur halte übrigens völlig unkompliziert binnen zwei Wochen komplett zu und kam nie wieder…

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