Ein paar Worte zum leidigen Thema „Bauchmuskeln“.

Jeder Patient einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, der nicht vollkommen in Remission ist, bekommt beim Thema „Bauchmuskeltraining“ Schweißperlen auf die Stirn. Und das nicht nur, wenn die letzte Bauch-OP erst acht Wochen oder ein Vierteljahr zurückliegt…

 

Darüber reden sollte man allerdings schon mal…

 

Klar, man hat das Gefühl, den Bauch zu reizen, wenn man Situps oder andere Übungen für die Bauchmuskulatur macht. Und sollten Sie tatsächlich in einem Fitnessstudio trainieren, dann legen Sie die Matte für Ihre Bauchmuskelübungen mal besser schön in der Nähe des WC’s auf den Boden. Andererseits: es geht ja hier nicht so sehr um den kurzfristigen, sondern vielmehr um den langfristigen Effekt. Und da wirkt sich ein geregeltes Training - übertreiben muss man es natürlich nicht! - Durchaus positiv aus. Denn eine Anregung der natürlichen Peristaltik kann paradoxerweise Durchfälle vermindern.

 

Warum ist das so?

 

Ganz einfach: „stagnierender“ Speisebrei bzw. Stuhlgang und einen verlangsamte Peristaltik wirken sich negativ auf das Darmmilieu aus: im Dünndarm kann es zu Übersäuerung kommen und zu Gärung (vor allen Dingen, wenn Rohkost und / oder Zucker mit im Spiel sind), im Dickdarm kann die Darmträgheit einen Beitrag zu einem zu basischen pH-Wert leisten und damit zu Fäulnisprozessen, was das Wachstum schlechter Darmbakterien (zum Beispiel Coli-Bakterien vom Typ „biovare“) fördert und so eine Entzündung verstärkt bzw. fördert. Ich wage zu behaupten, dass es den Bauch langfristig besser geht, wenn er gut durchtrainiert ist.

 

Operationsnarben mit Cremes weicher machen

 

frische OP-Narben sollte man nach einigen Tagen mit natürlichen Cremes behandeln, dass sie weicher werden, damit die Elastizität der Bauchdecke nicht oder nur wenig eingeschränkt wird. Dadurch fällt das Training auch leichter, die Beweglichkeit bleibt weit gehend erhalten. Manchmal können mehrere Bauchnarben, die nicht behandelt worden sind, die Beweglichkeit im Bauchbereich einschränken, was reflektorisch auch zu Rückenbeschwerden führen kann.

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