Warum Sie als Darmpatient auch auf Ihre Leber achten sollten

Der Zustand der Leber beeinflusst in gewissen Grenzen auch die Darmflora - schließlich muss die Leber ja all jene Toxine und Schadstoffe abbauen, die der Darmflora potentiellen Schaden können. Allerdings gibt es noch einen weiteren Grund, warum Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung nicht nur auf den Darm selbst, sondern auch auf die Leber achten sollten: bestimmte Zellen in der Leber, die so genannten Kupffer-Zellen, haben eine wichtige Funktion, wenn es darum geht, Bakterien abzuwehren, die eine geschwächte Darmschleimhaut ansonsten in den Blutkreislauf vordringen lassen würde.

 

Umgedreht ergibt sich aus dieser Tatsache, dass Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, die öfter an einer Sepsis (Blutvergiftung) leiden, offensichtlich eine gestörte oder geschwächte Leberfunktion haben. Beispielsweise eine Autoimmunhepatitis, auch eine primär sklerosierende Cholangitis kann quasi „rückwirkend“ die Leberfunktion beeinträchtigen.

 

Auch bei nicht enden wollenden Darmblutungen spielt die Leber bzw. die geschwächte Leber eine zentrale Rolle, da bei Leberbelastung der Einbau von Aminosäuren ins Blut gestört ist, was zu einer Blutgerinnungsstörung führen kann!

 

Die Leberfunktion zu stützen und zu stärken ist daher ein Teil einer ganzheitlichen Therapie, der irgendwann einmal im Laufe der Therapie an der Reihe ist!

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