Der ideale Stuhlgang, Teil zwei:

Vor ein paar Monaten habe ich schon einmal einen Blogartikel mit der sinngemäßen Überschrift „der ideale Stuhlgang“ verfasst. Mit dem heutigen Eintrag kann ich noch eine Komponente dazu addieren. Nachweisen können Sie dies allerdings hauptsächlich dann, wenn sie noch eine Kloschüssel haben, in der der „Haufen“ nicht gleich in der Versenkung verschwindet. Es geht um „Reste“. Wenn das Geschäft vollbracht ist und Sie drücken auf die Spülung, ist ein Gradmesser für den „gesunden“ Stuhlgang, inwieweit er braune Streifen auf der Keramik hinterlässt. Und für mich die kleine Erkenntnis, dass nichts so gut ist, dass es nicht sogar noch ein bisschen besser geht:

 

Ich habe nämlich vor einigen Monaten begonnen, regelmäßig eine Nahrungsergänzung zu nehmen, die milchsauer vergorene Gemüsesäfte enthält. Der Effekt: irgendwann drückt es, aufsitzen, einige Sekunden warten und schon flutscht der Stuhlgang problemlos und ohne großen Druck einfach heraus. Und: er hinterlässt nichts (oder so gut wie nichts) in der Schüssel nach dem Spülvorgang! Idealer Weise muss man nicht einmal mehr mit der Klobürste nach reinigen!

 

Diese Konsistenz ist ein Zeichen für gut ablaufende Verdauung und einen optimalen pH-Wert im Darm. Ich musste gestehen, dass ich selbst erstaunt war, dass „nicht so gut ist, dass man es nicht noch ein kleines bisschen besser machen kann“. Wenn Sie jetzt allerdings denken, ich würde diese Nahrungsergänzung jedem Crohn-bzw. Colitis-Patienten empfehlen, dann denken sie falsch.

 

Diese Form der Nahrungsergänzung hilft bei guter Gesundheit nahezu jedem, wenn allerdings Probleme mit dem Darm -  vor allen Dingen Durchfall - bestehen, nur einigen Patienten! Für die meisten Zivilisationsmenschen mit ihrer notorischen Verstopfung bzw. der Erscheinung, die man in der Fachsprache als „Darmatonie“ bezeichnet, ist eine solche Nahrungsergänzung jedoch neben regelmäßiger Bewegung eine sinnvolle Maßnahme.

 

Übrigens: Darmatonie ist auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gar nicht mal so selten. Es besteht ja immer so ein bisschen der Glaube, dass die Durchfälle immer mit einer "gesteigerten Peristaltik" einhergehen. Nur muss man sich fragen: wo kommt die gesteigerte Darmbewegung her? Sie ist nicht natürlich, sondern entstammt der Reizung durch die Entzündung! Manche Patienten sind in Ruhephasen regelrecht "verstopft", ihre natürliche Peristaltik / Darmbewegung ist gegenüber dem Durchschnitt reduziert, was als "Darmatonie" (fehlender Darmtonus, fehlende "Grundspannung" des Darms) bezeichnet wird!

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