Melatonin als Nahrungsergänzung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Wenn es um den Zusammenhang zwischen Morbus Crohn bzw. Colitis ulcerosa und Schlaf geht, muss man im Internet eine ganze Weile suchen, um fündig zu werden. Der erste Verdacht, dass zwischen Magen-Darm-Erkrankungen und Schlaf ein Zusammenhang bestehen könnte, entsteht bei der Betrachtung der funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen.

 

Funktionell bedeutet: Sie machen zwar durch Symptome auf sich aufmerksam, bei einer Untersuchung der entsprechenden Organe zeigen sie sich jedoch unauffällig. Die bekanntesten Beispiele sind Reizmagen und Reizdarm.

 

Dr. Rosenberg, Dr. der Osteopathie (DO) stellt in einem Artikel einen möglichen Zusammenhang zwischen Schlafstörung und der Erhöhung von Entzündung-Botenstoffen im Magen und Darm dar. Bei einer Untersuchung, die letztes Jahr im Journal of Gastroenterology and hepatology veröffentlicht wurde, stellte sich unter rund 3000 Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung heraus, dass diejenigen, die unter Schlafstörungen litten, doppelt so gefährdet sind, binnen 6-12 Monaten einen erneuten Schub zu erleiden als diejenigen, die keine Schlafstörungen hatten. Untersucht wurden in diesem Zusammenhang auch die Entzündungsbotenstoffe „Interleukin 6“, der Tumornekrosefaktor alpha sowie das CRP.

 

Offensichtlich ist die Melatonin-Konzentration im Darmbereich hier der entscheidende Faktor. Melatonin ist ein Hormon, das in der Zirbeldrüse hergestellt wird und den Tag-Nacht-Rhythmus koordiniert. Offensichtlich scheint Melatonin auch eine dämpfende Wirkung auf die Konzentration der oben erwähnten Entzündungsfaktoren auszuüben.

 

Den ganzen Artikel können Sie unter diesem Link nachlesen (in Englisch):

 

http://www.everydayhealth.com/columns/robert-rosenberg-sleep-answers/is-there-a-link-between-sleep-and-inflammatory-bowel-disease/

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