Morbus Crohn und der Neandertaler in uns!

Obwohl ernst gemeint, gibt es doch immer wieder solche Artikel, die einen unwillkürlich schmunzeln lassen. So wurden jüngst rund 1000 Personen auf Gen-Pools untersucht, und in einigen von ihnen Gene von Neandertaler identifiziert. Diese Gene stellen veränderte Risikofaktoren für moderne Krankheiten dar, beispielsweise Diabetes Typ I, Morbus Crohn und andere. Plus: ein „Neandertaler-Gen“ stellt Witziger weise einen Risikofaktor fürs Rauchen dar!

 

Natürlich kann man nicht alles im Detail erklären, nur so viel: zu einem gewissen Grad überschneiden sich die Lebenszeiten von Neandertalern und Homo Sapiens, was natürlich die ein-oder andere „Verbindung“ nicht ausschließt. Neandertaler und Homo Sapiens waren an verschiedene Umweltbedingungen angepasst. Der Schritt zum Homo Sapiens ermöglichte es den frühen Menschen, sich kälteren und trockeneren Klimaten anzupassen und den afrikanischen Kontinent zu verlassen, um nach Eurasien vorzustoßen. Dabei dürfte sich der Speiseplan nicht unerheblich verändert haben, und sicherlich lässt sich die verschiedene Ernährungsweise auch durch eine genetische Spur in Grenzen zurückverfolgen.

 

Der wichtigste Punkt dürfte jedoch sein, dass Neandertaler und Homo Sapiens genetisch nicht voll kompatibel waren, und eine zwischengeschlechtliche Verbindung zu gewissen genetischen Schwächen geführt haben dürfte. Schwächen, die natürlich in unserer, modernen und drastisch veränderten Umwelt erst richtig zu Tage treten.

 

Den entsprechenden Artikel kann man auf Englisch unter diesem Link hier lesen:

 

http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-25944817

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