Konjugierte Linolsäure kann Symptome bei Morbus Crohn lindern

Konjugierte Linolsäure als Nahrungsergänzung

 

Auf die Frage, welche Fette bzw. Fettsäuren bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen denn nützlich sein könnten, kommt die Rede schnell auf Omega-3-Fettsäuren. Auf konjugierte Linolsäuren fällt der Verdacht hingegen eher selten, auch, weil diese zumindest teilweise zu den so genannten Trans-Fettsäuren zählen.

 

Doch während der konjugierten Linolsäure vom Stand der medizinischen und wissenschaftlichen Forschung keinerlei Gesundheitsnutzen zugetraut wird, weisen kleinere Studien darauf hin, dass diese Substanzen Entzündungen und Symptome bei Morbus Crohn lindern können. Interessanterweise kommt die konjugierte Linolsäure (abgekürzt: CLA) besonders in natürlichem Joghurt, bestimmten Käsesorten und Weiderindern vor. Da der Nutzen von probiotischen Darmbakterien bei Morbus Crohn umstritten ist, könnte die positive Wirkung natürlicher Joghurts auch auf dem Vorhandensein dieser Fettsäure beruhen. Wie auch immer, meiner Erfahrung nach reagieren Patienten sehr unterschiedlich auf Joghurt. Deswegen kann diese Erkenntnis leider nicht verallgemeinert werden.

 

Bei tierischem Eiweiß ist es jedoch wichtig zu wissen, dass CLA in weitaus größeren Mengen in biologisch aufgezogenen Rindern und deren Produkten zu finden ist als in konventionell gehaltenen Rindern. Ein weiterer Grund, bei tierischem Eiweiß (sofern man dieses verzehrt) auf biologisch-organische Waren zu achten!

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