Dienen Nährstoffe "nur" als Antioxidantien oder können Sie auch Symptome lindern?

Über den Nutzen einer breit gefächerten Nahrungsergänzung

 

Neulich gab es in einer holländischen Zeitschrift einen Artikel zu lesen, aus dem sich sinngemäß ableiten ließ, dass Champignons gut sein müssen bei Morbus Crohn - denn Champignons haben unter pflanzlichen Nahrungsmitteln mit den größten Vitamin-D-Gehalt - und Vitamin D lindert bei vielen Menschen die Symptome einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, insbesondere Morbus Crohn.

 

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Champignons nur von den wenigsten Patienten mit Morbus Crohn wirklich gut vertragen werden. Aber was ist mit Vitaminen, die zum Beispiel über eine gute Nahrungsergänzung zugeführt werden? Sind die einfach von daher notwendig, da bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen werden oder nicht richtig verdaut werden und deswegen Mangelerscheinungen auftreten? Oder können Sie auch einen Beitrag dazu leisten, dass die Symptome allgemein gelindert werden?

 

Ich bin der Meinung, dass dies der Fall sein kann. Nicht nur einzelne Vitamine (wie zum Beispiel das erwähnte Vitamin D oder der Vitamin E-Abkömmling „Tocotrienol“), sondern verschiedene Vitamine, oder andere Nährstoffe in Kombination und ausgewogenen Verhältnis zueinander können in bestimmten Situationen insgesamt die Symptome der chronischen Darmentzündung lindern.

 

Warum?

 

Ganz einfach, da sich ein breit gefächertes Nährstoffgemisch in vielerlei Hinsicht positiv auf die Verdauungsvorgänge auswirken kann: Spurenelementes sind am Aufbau von Enzymen und von Magensäure beteiligt, Vitamine und Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe fangen zerstörerische freie Radikale (schädliche Substanzen) auf, die die Darmschleimhaut schädigen und somit einer Entzündung Vorschub leisten können. Plus: Nährstoffe wirken allgemein koordinierend auf das Immunsystem, insbesondere das unspezifische Immunsystem.

 

Reparaturen an der Darmschleimhaut sind durch einen ausreichend hohen Spiegel an Nährstoffen und Antioxidantien überhaupt erst möglich. Denken Sie zum Beispiel nur mal an Vitamin K sowie Vitamin B5 (Pantothensäure), ohne die eine vernünftige Wundheilung gar nicht möglich ist. Oder bestimmte Aminosäuren, die in Kombination mit bestimmten Fettsäuren die Schleimhaut aufbauen können.

 

Eine breit gefächerte, biologische bzw. organische Nahrungsergänzung kann daher schon dann zur Anwendung kommen, wenn zwar Symptome, aber keine ausgesprochenen Mangelerscheinungen bestehen. Gezielte Nahrungsergänzung mit bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen oder mit anderen Nährstoffen sollte hingegen bestimmten Indikationen folgen (zum Beispiel eine zusätzliche Ergänzung mit Vitamin D bei nachgewiesenem Mangel und insbesondere dann, wenn Darmsymptome sich im Winter augenfällig verstärken).

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