Morbus Crohn - Colitis ulcerosa: lässt sich der Krankheitsverlauf abschätzen?

Ist der Krankheitsverlauf an verschiedenen Faktoren abschätzbar? Studie gibt Aufschlüsse...

 

Bei der chronisch-entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn gibt es eine weite Varianz von Verlaufsformen: von sehr leichten Verläufen, bei denen der Patient kaum eine Beeinträchtigung des Alltags bemerkt, bis hin zu lebensgefährlichen Verläufen reicht die Bandbreite. Eine neue Studie deutet an, welche Verlaufsform ein neu Erkrankter am ehesten zu erwarten hat. Hierzu wurden die Daten von 237 Crohn-Patienten ausgewertet, die alle zwischen 1990 und 1994 erkrankt waren. Anhand verschiedener Muster wurde der Bedarf an Immunsuppressiva sowie einer Operation abgeschätzt. Die Ergebnisse:

 

Das Vorhandensein eines Antikörpers gegen Saccharomyces cerevisiae (Bierhefe), der Bedarf an Kortisonpräparaten, das Alter sowie die Lokalisation des Entzündungsherds ließen am besten auf den Bedarf an Immunsuppressiva (wie Azathioprin, Ciclosporin, 6-Mercaptopurin) binnen fünf Jahren nach Diagnose der Erkrankung schließen, die Notwendigkeit für mindestens eine OP mit Entfernung eines Darmabschnitts binnen zehn Jahren nach der Erstdiagnose erschloss sich am besten aus dem Vorhandensein eines Antikörpers gegen Saccharomyces cerevisiae, den Krankheitsverlauf, dem Alter und dem Bedarf an systemischen Kortisonpräparaten.

 

Aus der Reihe der Hefepilze stammt auch das gegen Durchfall eingesetzte Saccharomyces boulardii, bekannt unter dem Markennamen Perenterol beziehungsweise Yomogi.

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Kommentare: 1
  • #1

    Katie Zipp (Freitag, 03 Februar 2017 08:30)


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