Morbus Crohn - immunologische Rolle der Schleimhautbarriere

Bisher war die Schleimhautbarriere als eine rein mechanische Barriere bekannt und akzeptiert...


Wenn Crohn- und Colitispatienten Schleim im Stuhlgang haben, ist fast immer eine wenigstens moderate Entzündungsaktivität mit im Spiel. Der Darm "produziert mehr Schleim", um sich zu schützen, so die lapidare (laienhafte) Begründung. Bisher war man überwiegend der Meinung, dass der Darmschleim an sich nur einen mechanischen Schutz vor Bakterien und Antigenen darstellte, aber Forschung aus dem "Mount Sinai Hospital" in den USA kam zu anderen Schlüssen:

 

In dem Schleim wurden vor kurzen Zellen gefunden, die einen Reiz vermitteln, das Immunsystem anzuregen, Antigene und schädliche Bakterien zu bekämpfen. Warum das relativ neu ist? Vorher wurde in dem klebrigen, dichten Material einfach nicht genauer nachgeschaut, ob es eventuell "immunkompetente Zellen" beherbergen könnte. Oder zumindest solche, die Übertragungsreize zum Immunsystem vermitteln.

 

Und schon ist der Schleim im Focus von Medizinforschern: kann man eventuell aus ihm ein Medikament gewinnen, das gegen Krebs, Allergien, Autoimmunerkrankungen wirksam ist?

 

Diese Art von Therapie wird in der Homotoxikologie, einer Art "Kompromiss" zwischen Homöopathie und medizinischen und naturheilkundlichen Therapien, übrigens schon seit über einem halben Jahrhundert angewandt - und zwar in Form der Nosoden! Wir können allerdings davon ausgehen, dass bei einem Medikament, das pharmakologischen Kriterien genügen soll, und vielleicht in 8 oder 10 Jahren marktreif ist, hohe Konzentrationen der entsprechenden Zellsubstanzen vorliegen werden und nicht, wie bei der Homotoxikologie, "Verdünnungen" oder Potenzierungen im Bereich zwischen D6 und D23...

 

Ob sich das dann als segensreich für den Patienten erweisen wird, wird sich zeigen, wenn es soweit ist. Mit Sicherheit ist ein solcher Ansatz aber sinnvoller als alles, was wir derzeit in den "Biologicals" sehen.

 

Hier geht es zum Artikel...(in Englisch)

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