Autoimmunkrankheiten - der radikalste Weg der Therapie in der Medizin

Es geht hier ausnahmsweise nicht "nur" um chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, sondern um Autoimmunerkrankungen allgemein


Dieses Procedere, sagen wir "Ultima Ratio" (soviel wie: das letzte Mittel der Wahl), wird unter dieser Website anhand von entzündlichen Rheumaerkrankungen dargestellt, lässt sich aber meinen Erkenntnissen nach auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen anwenden.

 

Zunächst werden mittels einer radikalen Chemotherapie "alle" Immunzellen im menschlichen Körper zerstört, also sozusagen das gesamte Immunsystem ausgeschaltet. Dabei wird Blut entnommen, das eine gewisse Zahl an gesunden Immunzellen enthält. Durch Wachstumshormone wird deren Vermehrung stimuliert. Nach der Behandlung werden diese Zellen wieder dem Körper zugesetzt, sollen - wenn alles optimal läuft - ins Knochenmark wandern und neue Stammzellen produzieren - ohne Autoimmunkomponente.

 

"Heilung" von "unheilbaren" Krankheiten?


Einige Wissenschaftler haben vor wenigen Jahren bei diesem Therapieverfahren, das nur für wenige, schwere und austherapierte Patienten in Frage kommt, von einer "Heilung" von Autoimmunkrankheiten gesprochen. So einfach ist es natürlich nicht. Aus wissenschaftlicher Sicht können "Autoimmunzellen" zurückbleiben. Aus ganzheitlicher Sicht kann sich die Krankheit verlagern, vor allen Dingen kann eine langanhaltende Immunschwäche den Patienten gefährden, und ziemlich sicher ist es, dass das Krebsrisiko durch diese "letzte" Therapie deutlich erhöht wird.

 

Ein vollkommen gesunder Mensch wird dabei sicher nicht geschaffen. Erstens: die Vorschädigungen sind nun mal da, zweitens: nach dieser Tortur ist der Patient sicherlich alles andere als gesund - auch wenn durchaus berechtigte Hoffnung besteht, dass die Krankheitssymptome der Autoimmunkrankheit deutlich nachlassen - zumindest zunächst. Was in der Langfrist mit solchen Patienten passieren wird, ist sowieso fraglich...

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0