Colitis ulcerosa - "Pouchitis" behandelt durch Antibiotika und Probiotika

Der "Pouch" ist eine chirurgische Therapie-Option bei besonders schweren Verläufen vor allem von Colitis ulcerosa...


Beim "Pouch" wird der Dickdarm chirurgisch entfernt und ein Stuhlreservoir aus Dünndarmgewebe angelegt. Das Problem ist nur: auch dieser "Pouch" kann sich entzünden, was als "Pouchitis" bezeichnet wird.

 

In Schweden gab es jetzt eine Studie, welche die Wirkungen von Antibiotika-Probiotika-Behandlung bei solchen Entzündungen des "Pouchs" untersucht hat. Das Ergebnis: eine reine Antibiotika-Therapie brachte keine oder zumindest keine nennenswerte Verbesserung, Erst durch anschließende Probiotika-Einnahme wurden Entzündung und Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verbessert.

 

Laut Studie sind es vor allem pathogene Escherichia-Coli-Stämme, die eine "Pouchitis" verursachen. Diese werden zwar durch Antibiotika abgetötet - aber nützliche Darmbakterien eben auch, was das Verhältnis nicht ändert. Erst durch "gute" Darmbakterien, die die Darmschleimhaut wieder besiedeln, werden diese Coli-Keime zurückgedrängt. Außerdem verbessern Probiotika die Barriere-Funktion der Darmschleimhaut. Eine ähnliche Studie gab es bereits vor etwa 5 Jahren in Italien mit dem Probiotikum "VSL#3".

 

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