Colitis ulcerosa - wann "zu viel" Immunsystem anfängt, zum Problem zu werden

Nichts Neues ist die Tatsache, dass der menschliche Darm sowie das damit verbundene Immunsystem mehrere Dinge unter einen Hut bringen muss...


Auf der einen Seite muss das Immunsystem "wach" genug sein, wirklich schädliche Erreger, Einflüsse und Infektionen zu bekämpfen, auf der anderen Seite allerdings auch gelassen genug, eine "symbiotische" Darmflora zuzulassen, die ebenfalls hilft, den Darm vor schädlichen Umwelteinflüssen und Erregern, sprich: Antigenen, zu schützen. Eine schöne Zusammenfassung finden Sie hierüber auf dieser Seite.

 

Diese Gratwanderung wird von chemischen Einflüssen unterminiert. Eine Antibiotika-Gabe kann bereits ausreichen, um das subtile Gleichgewicht aus Darmflora und darmangrenzendem Immunsystem (=GALT, Gut Associated Lymphatic Tissue) zu stören.

 

Bedeutet im Klartext: die "Autoimmunreaktion" - wenn es denn eine ist! - beginnt schon viel früher, schon lange bevor sich erste Symptome einer Colitis ulcerosa, beispielsweise Blut im Stuhl, einstellen. In meinem Online-Artikel Autoimmunerkrankungen oder Immunschwäche lege ich dar, wieso es möglich ist, dass eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung sich quasi "aus beiden Richtungen" entwickeln kann.

 

Wer sich tiefer in diese Thematik einarbeiten will, dem sei mein Therapieratgeber empfohlen.

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