Morbus Crohn - und Bakterien, die die Darmschleimhaut ernähren

Wie die meisten Studien in Zusammenhang mit solch simplen Dingen, ist auch diese hier wieder einmal "winzig"...


Die Rede ist von einer Studie, die mit 34 Patienten mit Morbus Crohn in Polen durchgeführt wurde. Es geht darum, dass die An- beziehungsweise Abwesenheit eines bestimmten Darmkeims, der aus Ballaststoffen kurzkettige Fettsäuren (hier: Buttersäure) synthetisiert, direkt mit der Aktivität des Morbus Crohn korreliert. Das interessante daran ist,

 

  1. Der Einfluss von Darmflora auf Morbus Crohn aus medizinischer Sicht immer kleiner gehalten wurde als der von Colitis ulcerosa
  2. Mir bis jetzt kein medizinisches Probiotikum bekannt ist, dass die gesuchten Bakterien enthält

 

Die Rede ist von Faecalibacterium prausnitzii, einem Keim, der wie gesagt, Buttersäure herstellt. Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass bei Morbus Crohn-Patienten diese Art von Bakterien deutlich reduziert ist, außerdem Butter- und Propionsäure deutlich reduziert sind (es handelt sich dabei um kurzkettige Fettsäuren, die unter anderem einem Leaky-Gut-Syndrom entgegenwirken), hingegen der Anteil an Essigsäure erhöht.

 

Meine Anregung: wie wäre es, wenn man aus Faecalibacterium prausnitzii mal ein probiotisches Präparat macht?

 

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