Skurriler Fall einer britischen Patientin - nicht immer ist es Morbus Crohn!

Man hielt es jahrelang für "Morbus Crohn"...

 

Doch die Wahrheit ist - die Patientin hatte ein Ketchup-Etikett verschluckt, wie man diesem Artikel hier entnehmen kann. Nun sind solche Einzelfälle ein Fall fürs medizinische Raritätenkabinett, machen aber auf ein grundsätzliches Problem in der Diagnostik aufmerksam: nicht alles, was aussieht wie Crohn (beziehungsweise Colitis), ist es auch.

 

Auch Infektionen, oder Medikamente, können Entzündungserscheinungen im Darm provozieren, die jeder Gastroenterologe als eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung interpretieren würde. Und dementsprechend therapieren. Dann wird der Patient als "unheilbar" abgestempelt, bis wegen irgendeiner Geschichte "zufällig" Antibiotika genommen werden müssen, und auch die Erscheinungen der Darmentzündung "wunderbarerweise" verschwinden.

 

Fehldiagnosen kommen auch bei den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen immer mal wieder vor. Bei einem von ca. 20 Patienten bei mir stellt sich heraus, dass die Betroffene Person keine "typische" chronisch-entzündliche Darmkrankheit hat!

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