Morbus Crohn - Enterale Ernährung bei Kindern besser als Medikamente

Australische Studie: Künstliche Ernährung ("Astronautenkost" oder "enterale Ernährung") bringt bei Kindern mit Morbus Crohn 40% Remission...

 

Von allen Patienten, die ich bis heute auf die Darmerkrankung "Morbus Crohn" behandelt habe, hatten vier oder fünf Patienten Entzündungserscheinungen, die im Darm höher gingen als der letzte Dünndarmabschnitt (das terminale Ileum). Bei der normalen, täglichen Ernährung gibt es in der Nahrung Bestandteile, die in diesen Abschnitt und noch tiefer, nämlich in den Dickdarm gelangen: Ballaststoffe und allgemein schwer verdauliche Nahrungsbestandteile, vor allen Dingen bestimmte Eiweiße und Fette.

 

Mit der Flüssignahrung, bei der alle Nahrungsbestandteile aufgespalten sind, fallen diese Stoffe weg: die Nährstoffe werden zu 98% in den oberen und mittleren Dünndarmabschnitten aufgenommen.

 

Gerade bei Kindern, bei denen mit einem Morbus Crohn der Wachstumsprozess nicht unerheblich gehemmt wird und sich gerne Entwicklungsstörungen einstellen, ist es ein nicht unerheblicher Faktor, wie gut und vor allen Dingen in welchem Abschnitt die Nährstoffe aufgenommen werden, wie diese australische Studie zeigt.

 

Auch wenn die Zusammensetzung der meisten "enteralen Diäten" m.E. nach noch Spielraum für Verbesserungen zulässt (Fruktose, Verhältnis von Fettsäuren zueinander), sind Sie in der pädiatrischen Gastroenterologie doch immer noch die besseren Alternativen zu beispielsweise Biologicals.

 

Denn Sie wissen nie, was die in einem jugendlichen Organismus für langfristige Schäden anrichten...

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