Greifen Sie zu diesen Arzneien wirklich besser nur dann, wenn die Alternative ein lebenslanger Schaden ist!

Als in den letzten zehn Jahren die Biologicals (Adalimumab und Infliximab) für die Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen zugelassen wurden, gaben sich Ärzte wie Patienten gleichermaßen enthusiastisch. Mittlerweile relativiert sich das Bild etwas: die Therapieerfolge bleiben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Vor kurzem habe ich einmal eine Statistik gelesen, der zufolge nur etwa 30 % aller Patienten überhaupt auf diese beiden Medikamente ansprechen.


Außerdem enthalten sie im Körper nicht unerhebliche Risiken und Nebenwirkungen: erstens erhöhen Sie in Ihrer Anwendung das Risiko, dass Autoimmunprozesse sich verstärken. Zweitens Bergen Sie die erhebliche Gefahr, die Leber zu schädigen. Eine Studie der Universität von Kalifornien in San Francisco brachte ans Tageslicht, dass die Gefahr, ein akutes Leberversagen zu erleiden, erheblich ansteigt. Ebenso steigen bei der Anwendung der beiden Medikamente oft die Leberenzyme an, was ein Hinweis auf einen leberschädigenden Prozess darstellt. Nicht zuletzt wird das Risiko erhöht, dass der Gallenfluss blockiert wird.


Alleine diese Nebenwirkungen legen nahe, diese Medikamente wirklich als das zu betrachten, als was sie ursprünglich angedacht waren: „Last Resort“ Medikamente, d.h. Arzneien, die dann eingesetzt werden, wenn die Alternative etwa eine totale Dickdarmentfernung oder ein permanent künstlicher Darmausgang wären. Also dann, wenn es wirklich keine andere tragbare Alternative mehr zu diesen Medikamenten gibt.


Hier geht’s zur englischen Originalmeldung:


http://news.yahoo.com/biologic-drugs-used-crohns-linked-acute-liver-damage-203200639.html

 

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