Wird sich dieser Operationstechnik in Zukunft weiter ausbreiten?

Strikturoplastik, Fisteldrainage, Darmresektion, Stoma… Reichlich ein Dutzend chirurgische Techniken, teilweise minimal invasiv, kommen heute bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zum Einsatz. Allerdings: Darmtransplantationen sind noch nicht sehr verbreitet. Wenn jemand nur noch ungefähr 60 cm Rest-Darm übrig hat, ist die Lebensqualität in aller Regel sehr bescheiden. Dass man sich da mit einer Darm- Transplantation nur verbessern kann, liegt in der Natur der Sache. Auch wenn die Zustandsbeschreibung dieses älteren Herren in diesen englischsprachigen Artikel hier:


http://www.dailyrecord.co.uk/news/real-life/crohns-disease-sufferer-been-given-1842185


eventuell ein wenig euphemistisch daherkommt. Wir können natürlich nicht sagen, wie‘s der Person in zehn Jahren gehen wird und ob sie dann noch lebt, sicherlich auch aufgrund der nun für den Rest Lebens bestehende Notwendigkeit, immununterdrückende Präparate einzunehmen. Wie man sehen kann, ist eben alles im Leben relativ.


Umgedreht relativiert sich allerdings auch der Zustand permanenter Gesundheit, wenn er nur lange genug anhält. Viel interessanter wäre daher die Perspektive, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, wie es in dem Beispiel mit diesem Mann aus dem vereinigten Königreich beschrieben ist. Insofern ist es immer günstiger, den Anfängen zu wehren, als es erst so weit kommen zu lassen, auch wenn in Zukunft sicherlich mehr Menschen mit spektakulären OP-Techniken ein einigermaßen normales Leben ermöglicht werden kann.

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