Können Probiotika stressbedingte Beschwerden bei Reizdarm-Syndrom lindern?

Mittlerweile weiß man, dass Stress das Reizdarmsyndrom zwar nicht verursacht (jedenfalls nicht ausschließlich!), aber massiv auf die Stärke der Beschwerden einwirkt. Je höher die Stresslevel, desto stärker die Beschwerden beim Reizdarm. In einem „gesunden“ Organismus reduziert Stress die Verdauungstätigkeit und auch die Peristaltik. Chronisch gestresste Personen neigen daher meist zu Verstopfung. Liegt ein Reizdarmsyndrom vor, ist die biochemische Verbindung zwischen Nervenbotenstoffen in der Darmschleimhaut, Darmbakterien und der Peristaltik durcheinandergeraten. Deswegen kann es stressbedingt zu massiven Durchfällen kommen, und akuter Stress kann quasi „im Moment“ plötzlichen Stuhldrang und Durchfall auslösen.


Dann gibt es noch eine zweite Verbindung zwischen Stress und den Beschwerden eines Reizdarmsyndroms: die Ausschüttung von Inflammasom. Bei einer bestehenden Reizdarmsyndrom ist diese unter Stress reduziert. Daher können bestimmte Darmbakterien, die für den menschlichen Organismus eine schädliche Wirkung haben, sich stark vermehren. Inflammasom ist ein wichtiger Bestandteil des unspezifischen Immunsystems. Bei der Einnahme von Probiotika hat sich gezeigt, dass sich die Ausschüttung von Inflammasom bei Stresseinwirkung nicht reduziert. Daher ist mit Probiotika auch unter Stresseinwirkung bei Reizdarmsyndrom eine Kontrolle der Darmflora möglich.


Der Artikel ist leider nur in englischer Sprache erschienen und findet sich auf dieser Seite:


http://eprobiotics.com/probiotics-and-stress-induced-ibs/

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