Morbus Crohn - Colitis ulcerosa: Umweltmedizinisches - "was wäre wenn?"

In letzter Zeit ist mir ein "Crohn-Leuchter" aufgegangen...

 

Ich kann mich wundern, wenn nicht aufregen, wenn irgendwelche Wissenschaftler, die als "Koryphäen" gelten, wieder von irgendwelchen neu entdeckten Genen berichten, die Morbus Crohn respektive Colitis ulcerosa "verursachen" sollen. Und dabei sehe ich doch die Zusammenhänge mit Hygiene, mit endokrinen Disruptoren, mit unterdrückten Infektionen (Erregertoxikosen), mit Metall- und Petrochemie-Belastungen, mit unpassenden Ernährungsgewohnheiten, mit..., mit..., mit... ...nämlich immer dann, wenn ich Patienten mit der Erkrankung behandele.

 

Es gibt tausend und noch mehr umweltmedizinische Gründe, warum sich eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung bei einem Menschen manifestiert - oder glauben Sie allen Ernstes, dass es "blanker Zufall" sei, dass sich die Krankheiten erst seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts so massiv ausbreiten?

 

Selbst wenn wir dieser massiven Zunahme an chronischen immunologischen Krankheitsgeschehen in den letzten 30 bis 40 Jahren "genetische" Gründe unterstellen würden, müssten wir uns doch schon mal irgendwann mit der Frage konfrontieren, woher diese ganzen "Genmutationen" in dieser kurzen Zeitspanne denn bitteschön kommen sollen.

 

Und irgendwann die letzten Tage kam mir eine Idee...

 

Was wäre, wenn die mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung in Zusammenhang gebrachten "Genveränderungen" in Wirklichkeit so etwas sind wie aktivierte Notprogramme des Organismus, um mit massiv veränderten Lebens- und Umweltbedingungen fertig zu werden?

 

Was wäre, wenn diese "Genveränderungen" ganz einfach Schutzmechanismen des Körpers wären, um "Schlimmeres" zu verhindern?

 

Was wäre, wenn sich herausstellen würde, dass diese ganzen modernen Krankheiten nichts anderes wären als eine "Anpassung" an bestimmte Lebensumstände (merkwürdige Ernährungsgewohnheiten, übertriebene Hygiene und so weiter), und ohne diese "Anpassung" alles noch viel, viel schlimmer wäre - wir vielleicht überhaupt nicht überlebensfähig wären?

 

Denken Sie mal daran: das, was wir so schön als "Stress" bezeichnen, oder vielmehr die körperlichen und psychischen Reaktionen darauf, ist ja auch nichts anderes als ein "Schutzprogramm" des Körpers!

 

Und wenn wir unsere moderne, ach-so-tolle Zeit mitsamt den Frühstückscerealien, den künstlichen Süßstoffen, den Nahrungsmittelzusatzstoffen allgemein, den umgebauten Fettsäuren in Kosmetika, den Sunblockern, den Desinfektionsmitteln, den Hormonersatzstoffen, der "Pille", der Flut an neuen Medikamenten, den..., den... u.s.w. nehmen - wieso, wieso sollte sich der Organismus, für den diese Stoffe im evolutionären Sinne völlig neu sind, nicht irgendwie "schützen wollen"?

 

Klar, diese Hypothese ist selbst aus naturheilkundlicher Sicht völlig vermessen - aber andererseits wäre es der einzig vernünftige Ansatz, beide Pole - die Gene und die Umweltmedizin - unter einen Hut zu bringen.

 

Die Epigenetik bietet hier sinnvolle Ansätze: Gene, die auf veränderte Umweltbedingungen reagieren, um den Körper "vor Schlimmerem zu bewahren" (auch wenn die Konsequenzen solcher Veränderungen schon schlimm genug sind) - DAS wäre mal ein WIRKLICH sinnvoller Ansatz, auf dem es sich zu forschen lohnt.

 

Meint

 

Ihr Andreas Ulmicher

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