Kurkuma (Kurkumin) bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Kurkuma, auch javanische Gelbwurz genannt, verzehren viele, und nur wenige sind sich darüber bewusst, wo: nämlich in den meisten Curry-Mischungen. Nun sind Curry-Mischungen nicht gerade das, woran sich ein Patient einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung oft herantraut, denn in aller Regel werden scharfe Sachen nicht gut vertragen.


Allerdings ist Kurkuma, oder vielmehr sein Inhaltsstoff Kurkumin, für sich genommen ein exzellenter Wirkstoff bei allen entzündlichen, insbesondere chronischen Erkrankungen: es hemmt verschiedene Entzündungsfaktoren: den berühmten Tumornekrosefaktor Alpha, daneben auch nf-kappa-b (derzeit wird an Medikamenten geforscht, die aufgrund dieser Eigenschaft positiven Einfluss auf Crohn und Colitis nehmen sollen), sowie auch die Cyclooxigenase und die Lipoxigenase, also Faktoren, die auch durch Kortison gehemmt werden. Außerdem wirkt sich Kurkumin antioxidativ, also zellschützend aus und fördert die Wundheilung.


Einen Haken hat das Ganze allerdings; Kurkumin hat keine sehr hohe Bioverfügbarkeit und wird im Darm schlecht aufgenommen. Besser ist die Kombination mit Lecithin. Um eine wirklich durchschlagende Wirkung zu erzielen, sollte man das Ganze – auch wenn ich eher gegen zu viele Medikamente bin – in einem Kombinationspräparat vereinen.


Gegenanzeigen? Primär sklerotisierende Cholangitis, da Kurkumin die Gallensekretion anregt!


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