Sind Patienten chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen sensibler als Gesunde?

Das ist eine Frage, die ich mir immer wieder stelle. Sicher, verallgemeinern und alles über einen Kamm scheren kann man das nicht, und da ich bis heute fast 300 Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung beraten beziehungsweise behandelt habe, bin ich auch hier auf sehr verschiedene Typen gestoßen.

 

Die Mehrheit davon war stresssensibel, aber einige wenige Patienten haben auch durch Gleichmut geglänzt. Ich frage in der Sprechstunde auch immer die individuelle Stresstoleranz ab, die, versteht es sich, unterschiedlich ausfällt. Einen roten Faden konnte ich bis heute finden:

 

Nach all dem, was ich bisher so erfahren habe, gibt es eine Negativ-Korrelation zwischen psychosomatischen und umweltmedizinischen Faktoren. Klartext: Patienten mit einer chronischen Darmentzündung, die eine hohe Stresstoleranz haben, denen „Stress wenig ausmacht“, sind im Durchschnitt stärker mit umweltmedizinischen Faktoren belastet: Schadstoffen, deutlich falscher Ernährung, Schädigungen durch Vorerkrankungen und Behandlung der Vorerkrankungen (Stichwort: Antibiotika, Schmerzmittel etc.).

 

Wie man aus Stressbelastungen das Entstehen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung herleiten kann, habe ich in meinem Infobooklet „Psychosomatik chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen“ dargelegt.

 

www.crohn-colitis-online.de/infothek/online-artikel/

 

Therapieratgeber bestellen

 

Ernährungsratgeber bestellen

Kommentar schreiben

Kommentare: 0