Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: kommt jetzt die "Immunsuppressiva-Schwemme"?

Wer in diesen Tagen die Nachrichten nach Meldungen zum Thema chronisch-entzündliche Darmerkrankungen abgrast, findet mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwelche Studien mit neuartigen Immunsuppressiva, die Enzyme der Zellteilung, Interleukine oder beides hemmen. Falls Sie den Namen „Vidofludimus“ demnächst hören sollten – um das geht’s. Es ist damit zu rechnen, dass es in ca. 5 Jahren nicht zwei oder drei „Biologicals“ und Immunsuppressiva zur Hemmung der Entzündung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen gibt, sondern zwei Dutzend.

 

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Mitteln beschränken sich darauf, wo sie an der Entzündungskaskade ansetzen. Innovativ daran ist, sie immer auf einen neuen Punkt anzusetzen, nicht so innovativ: alle hemmen Sie das Wachstum von Lymphozyten, darin unterscheiden sie sich nicht.

 

Mit der Ursache chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen haben sie alle ausnahmslos in etwa so viel zu tun wie ein Waffenschieber mit dem Friedensnobelpreis. Das ändert sich nicht, und wird sich auch nicht ändern. Der behandelnde Gastroenterologe hat nur mehr Auswahlmöglichkeiten bei der Therapie.

 

Auch das wird sich nicht ändern: wenn Sie ein Problem mit einer Immunschwäche haben sollten, hilft keines der neuen Mittel.

 

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