Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Genmanipulierte Bakterien sollen Ruhe ins System bringen

Bei diesen wissenschaftlichen Studien aus Frankreich geht es darum: warum reagieren Menschen auf Elemente der Darmflora unterschiedlich? Warum kann etwas, was Einem überhaupt nichts ausmacht, dem Anderen eine heftige Entzündung bescheren. Und natürlich: gibt es ein Gegenmittel gegen die „übertriebenen“ Reaktionen?

 

Hier geht man von einem Eiweiß aus, von dem gesunde genügend – und Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu wenig haben. Und dieses Eiweiß mit Namen Elafin schützt die Darmschleimhaut vor den teilweise doch recht aggressiven Stoffwechselprozessen der Darmflora, die übrigens auch die „guten“ Darmbakterien auszeichnet (das nur am Rande bemerkt).

 

Die Forscher aus dem französischen Toulouse dachten über eine Verabreichung dieses Eiweißes über Tabletten nach, kamen dann aber zu einer (aus ihrer Sicht) viel günstigeren Lösung: könnten Darmbakterien nicht das fehlende Elafin produzieren, wenn man sie entsprechend genetisch programmieren würde?

 

Lactococcus lactis und Lactobacillus casei könnten Träger des menschlichen Gens werden, das Träger der Elafin-Produktion ist. Da es sich um ein menschliches Gen handelt und auch die Bakterien Teil einer gesunden, natürlichen Darmflora sind, rechnet man nicht mit gravierenden Nebenwirkungen. Die Bakterienflora könne das von der Darmschleimhaut benötigte Elafin quasi „vor Ort“ produzieren.

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http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1910134/

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