Morbus Crohn - Colitis ulcerosa: Erfahrung mit Naturheilmitteln (Teil 1)

Vielleicht haben Sie auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass Ihnen Naturheilmittel empfohlen wurden und es leider überhaupt nicht hingehauen hat. Mutaflor? Ein zweifelsfrei sehr gutes Probiotikum. Aber: es wirkt auch nur bei rund 50-60% aller an Colitis ulcerosa Erkrankten zweifelsfrei und sofort in eine positive Richtung. Uzara? Hilft gut gegen Durchfälle – kann aber die Tendenz zu Krämpfen verstärken.

 

Daraus entstehen viele Kontroversen im Internet, in Selbsthilfegruppen. Bitte merken Sie sich eines: sollte bei Ihnen ein bewährtes Naturheilmittel nicht helfen oder die Symptome sogar verschlimmern, heißt das nicht, dass das Mittel „Schrott“ ist. Es bedeutet, dass es nicht auf Ihre Umstände passt. Das kann Ihnen mit der „Schulmedizin“ genauso gehen und das passiert immer wieder: dass die Standardmedikamente auf ganzer Linie versagen und die Situation nur verschlimmern.

 

Zu den „sicheren Mitteln“ meinem Erachten nach gehören Mittel, die in mindestens 90% aller Fälle sofort und spürbar Verbesserung bringen – ohne große Zeitverzögerung und ohne Erstverschlimmerung.

 

Probiotika sind oft problematisch


Weil Probiotika direkt in das Milieu und in das Immunsystem eingreifen, kommt es oft zu Problemen. Selbst bei Personen, bei denen sich Probiotika, also nützliche, medizinische Darmbakterien, positiv auswirken, kommt es oft zu sogenannten „Erstverschlimmerungen“. Das steht oft auch auf Beipackzetteln: „Zu Beginn der Anwendung kann es zu verstärkten Symptomen wie beispielsweise Blähungen und Durchfällen kommen, die recht bald wieder verschwinden.“ Normalerweise kein Problem, aber bei dem sowieso schon hohen Leidensdruck bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist eine Erstverschlimmerung extrem negativ.

 

Mittel, die einfach nur die Verdauung verbessern


Da gibt es Enzyme (problematisch, siehe gestriger Blogeintrag). Und es gibt Huminsäuren. Und mit denen habe ich bisher eine einzige Erstverschlimmerung erlebt, und die auch nicht bei einem Crohn- oder Colitis-Patienten. Huminsäuren sorgen neben vielen anderen guten Eigenschaften auch dafür, dass der Körper mehr aus dem macht, was ihm zur Verfügung gestellt wird – und das ist bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sehr wichtig.

 

(Wird morgen fortgesetzt)

 

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