Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: helfen Enzyme?

Bei verschiedenen Entzündungen, vor allen Dingen Gelenkerkrankungen, hat sich die begleitende Gabe von Enzymen bewährt. Aber wie sieht es mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen aus? Hier ist die Gabe von Enzymen, beispielsweise Papain, Bromelain und so weiter, ein zweischneidiges Schwert.

 

Auf der positiven Seite gibt es Studien, die belegen, dass Enzyme bei einer Darmstenose respektive Stenosierung durch Entzündung (=eine Verengung des Darms) helfen können, das Schlimmste zu verhindern. Auf der negativen Seite stehen die Berichte von Betroffenen, dass Enzyme Durchfälle und auch Schmerzen während des Stuhlgangs, vor allen Dingen Brennen, verstärken. Auch können Enzyme bei einem überwiegend immunologisch bestimmten Geschehen Probleme bereiten.

 

Ich empfehle folgende Vorgehensweise mit Enzymen: wenn Sie mit Ihrer Erkrankung bereits Fasten-Erfahrung gemacht haben und den Eindruck haben, Fasten hat Ihre Entzündungssymptome nachhaltig verbessert, können Sie einen vorsichtigen Versuch mit Enzymen wagen. Vorsichtig heißt einschleichend, und wie immer hier mein Ratschlag, solche Maßnahmen in Absprache mit einem Therapeuten zu beginnen.

 

Sollten Sie jedoch die Erfahrung gemacht haben, dass Fasten Ihre Entzündung subjektiv nicht verbessert, lassen Sie besser die Finger von zusätzlichen Enzympräparaten. Lesen Sie zum Thema Fasten auch den Eintrag vom 10. Oktober 2012 (siehe dort!).

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