Positives Denken und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Dies ist wohl eine der am meisten bewegenden Fragen des Universums: geht es positiv denkenden Menschen besser? Hat positives Denken oder überhaupt Denken irgendwas mit Heilung zu tun – oder beeinflusst das Denken die Heilung oder überhaupt eine gesundheitliche Verbesserung.

 

Nicht direkt mit positivem Denken, aber allgemein mit geistiger Gesundheit und ihrem Einfluss auf körperliche Gesundheit zu tun hat dieser Artikel hier:

 

http://www.a-tempo.de/article.php?i=201106&c=2

 

Da steigen Ärzte, die es durch langjähriges Studium eigentlich (Achtung, jetzt kommt etwas Ironie!) „besser wissen müssten“, irgendwann auf den Zug auf, dass der Mensch eben nicht nur eine Maschine, ein genialer Biocomputer ist und verbinden das Beste beider Welten: die effiziente Therapie auf Stoffwechselebene mit dem, was der Geist herzugeben vermag.

 

Was mag der Geist hergeben?


„Es geht mir jeden Tag und in jeder Hinsicht immer besser und besser!“ ich weiß nicht, ob dieser Schmarrn nun von Höller oder Murphy stammt, ich weiß nur eins: von ein paar schwachsinnigen Sinn-Sprüchen, gebetsmühlenartig wiederholt, ist noch keiner geheilt worden. Nicht auf geistiger Ebene, und auf körperlicher erst recht nicht.

 

Sicher, es mag einem eine Zeitlang besser gehen, aber irgendwann holt einen die Realität dann um so heftiger ein. Ich musste dies auf meiner langen Reise von der Krankheit zur Gesundheit auch schon erfahren (denken Sie nicht, ich hätte kein „positives Denken“ ausprobiert!).

 

Der Irrglaube, mit positivem Denken allein könne Heilung erzeugt werden (oder etwas anderes positives: beispielsweise Reichtum oder Liebesglück) beruht auf der irrigen Annahme, dass das menschliche Bewusstsein auf Denken und Gedanken basiert. Aber diese Annahme lässt sich ganz einfach widerlegen: versuchen Sie einfach mal nur mit Gedanken Ihre Atmung zu steuern. Oder Puls, oder Stoffwechselprozesse. Sie hätten keine zwei Minuten mehr zu leben.

 

Bewusstsein ist mehr als nur denken, und das gesamte Bewusstsein muss von „Heilung“ ergriffen worden sein. Nur mit Denken kann man diesen Prozess sogar blockieren, da Gedanken den Filter zum Unter- beziehungsweise Unbewussten (zu dem auch das autonome Nervensystem zählt) nicht passieren können. Anders formuliert: „positives Denken“ tut für das Bewusstsein das, was chemische Pharmaka für den Körper und den Stoffwechsel tun: sie sind Symptomkosmetik. Das begründet gleichzeitig ihren Wert und ihre Grenzen. Wer also wirklich davon überzeugt ist, das bringt was – bei dem wird es auch so sein. Für eine begrenzte Zeit zwar, aber es mag helfen. Wenn auch nicht die Ursachen beseitigen. Wer sich über diese bewusstseins-einschränkende Sichtweise erhoben hat, dem wird es auch nichts bringen. Und da unterscheidet sich „positives Denken“ im Übrigen nicht von Vegetarischer Ernährung, Rohkost, Vitamintabletten oder anderen funktionalen Maßnahmen der Naturheilkunde.

 

Wer allerdings einen echten Heilungsprozess initiieren will, der muss sich darüber erheben und beginnen, mit dem GESAMTEN BEWUSSTSEIN zu arbeiten, nicht nur mit dem Verstand. Das ist übrigens ein verdammt langer Weg, und ich selbst habe bisher nicht einmal ein Prozent davon verstanden. Eine kleine Übung, die mir geholfen hat, die ersten Schritte zu tun (weiter als die ersten Schritte bin ich noch nicht gekommen...), werde ich Ihnen im morgigen Blogeintrag präsentieren.

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Kommentare: 1
  • #1

    Mayer Mathilde (Sonntag, 19 Juni 2016 12:40)

    Hallo Herr Ullmicher, danke für Ihre Informationen in diesem Artikel. Intuitiv sage ich, dass das richtig ist, was Sie hier schreiben. Ich fand Ihren Artikel auf der Suche danach, meine Darmerkrankung bzw. mein Immunsystem zu heilen. Und ich habe vieles ausprobiert im Laufe der Jahre, genau wie Sie. Der echte Heilungsprozess geht über das gesamte Bewusstsein und umfasst auch die Menschen mit denen wir zusammen leben. Ich arbeite derzeit mit inneren Bildern nach einer CD von der russischen Heilerin Lumira, die über eine kurze Meditation dazu anleitet, die einzelnen Organe in einer inneren Zellenschau zur Gesamtheit zu bringen. Ich lag heute im Bett und machte diese Meditation zu verschiedenen Organen und war verblüfft, wie der Körper den Zustand des Zellsystems in innere Bilder umsetzt.Es heisst die Wahrnehmung steuert das sogenannte "Feld" (mit dieser "Vorstellungswelt" befasse ich mich). Ob ich bis zum 30.6. (Tag einer Endoskopieuntersuchung) meinen offensichtlich angegegriffenen Darm verbessern kann, weiß ich derzeit nicht. Zu Artikeln im Internet schreibe ich sehr selten einen Kommentar, aber Ihr "Energiefeld" resonierte, warum auch immer. Danke schön - mit freundlichen Grüßen Mathilde Mayer