Was ist ein Autolysat?

Da wir das Wort in meinem gestrigen Blogeintrag hatten, bietet sich es an, es heute für diejenigen meiner Leser zu erklären, die noch nicht so fit sind in Naturheilkunde: ein Autolysat in unserem Zusammenhang ist eine Mischung der von der Zelle isolierten Stoffwechselprodukte von Darmkeimen. Also: es stammt von bestimmten Darmbakterien ab (beispielsweise Escherichia Coli), enthält aber keine Zellwand und auch kein Eiweiß, das eventuell auch als Allergen wirken könnte.

 

Autolysate sollen einen (sanften) immunologischen Reiz setzen, und zwar für eine entzündete Darmschleimhaut, sich zu regenerieren. Autolysate sind keine Probiotika, also keine lebenden Darmbakterien, und können daher auch die Darmflora nicht sanieren. Im weiteren Sinne kann man sie zu den Präbiotika zählen, also Mittel, die das Milieu verbessern, damit gesunde Darmbakterien sich wieder an der Darmschleimhaut ansiedeln können.

 

Meines Erachtens nach bringt man Autolysate am besten nach  einer entgiftenden und den Stoffwechsel sanierenden Therapie zum Einsatz: dann ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher, dass positive Veränderungen nicht nur kommen, sondern auch bleiben. Und wenn man Glück hat, saniert sich der Darm im nächsten Schritt quasi selbst, so dass zusätzliche Gabe von Probiotika nicht notwendig ist.

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