Fasten bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa?

Das ist eine Frage, die ich relativ oft gestellt bekomme: Hilft Fasten, wenn man gerade mit Entzündungssymptomen kämpft?


Das ist so eine Frage, die man leider nicht pauschal beantworten kann. Aber die Antwort, die jeder für sich selbst findet, ist hilfreich für die Therapie insgesamt.

 

Nun fasten manche Betroffene einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung schlicht und ergreifend deswegen, weil Sie Angst vor Beschwerden haben. Manche fasten deswegen, weil sie die Entzündung in den Griff bekommen wollen, so nach dem Motto: „Wenn nichts reinkommt, kann nichts reizen.“

 

Nun werden durch Fasten sowieso die Stuhlmengen relativ schnell kleiner, und das lässt zwei Möglichkeiten offen: erstens, Schleim und Blut in den Stühlen, soweit vorhanden, verschwinden genauso schnell, wie die Stühle kleiner werden. Hält man dann eine Weile durch, sind die Entzündungszeichen auch beim wieder Aufnehmen des Essens geringer, zumindest subjektiv (Beschwerden, Schmerzen, Schleim und Blut im Stuhl, Durchfall in jeder Form). Die zweite Möglichkeit: auch bei Abnahme der Stuhlmenge durch das Fasten bleiben die Mengen an Schleim und Blut relativ groß und vergrößern sich im Verhältnis zur Stuhlmenge. Auch längeres Fasten behebt die Entzündungszeichen kaum.

 

Tritt Fall eins ein, kann man aus therapeutisch-ganzheitlicher Sicht sehr wahrscheinlich Erfolge erzielen, wenn man mit den anderen Therapiemaßnahmen den Enzymhaushalt stärkt. Eventuell kann sogar von der Gabe von Enzymen profitiert werden.

 

Tritt Fall zwei ein, sollte man hauptsächlich im immunologischen Bereich arbeiten. Dann bringen beispielsweise Milieu umstimmende Präparate wie Autolysate in aller Regel wesentlich mehr als Enzympräparate.

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