Die wichtigste und zugleich am meisten unterschätzte Komponente einer Therapie

Es ist egal, ob Sie zu einem Arzt gehen und sich „schulmedizinisch“ behandeln lassen oder ob sie zu einem Naturheilarzt oder Heilpraktiker gehen und sich naturheilkundlich / ganzheitlich therapieren lassen. Ohne diesen Faktor geht gar nichts, zumindest nicht auf die Dauer:

 

Vertrauen.

 

Im Moment wird meine Statistik ein wenig heruntergezogen. Das hat auch einen Grund: denn derzeit kommen auf eine Person mit Vertrauen in mich und in sich zwei oder drei, die weder das Eine noch das Andere haben. Und das eigentliche Problem ist: eine Person, die kein Vertrauen hat (in sich selbst und in den Therapeuten oder zumindest in die Therapie) hat immer noch Erwartungen. Meistens gewaltige.

 

Zu mir kommen Menschen, die sind im schulmedizinischen Sinne absolut „austherapiert“: die haben alles durch, und wenn ich sage alles, meine ich alles: OP, Immunsuppressiva, Biologicals und so weiter. Wenn Personen wie die nun zu mir kommen, mit einem Radlader voller Erwartungen aber keinerlei Vertrauen in sich sowie die Therapie, kann man sich das Ergebnis an den Fingern einer Hand abzählen:

 

So lange sie Verbesserungen sehen, kommen Sie, beim ersten Hauch eines Rückschlags verschwinden sie auf Nimmerwiedersehen.

 

Solche Leute zweifeln hochgradig an sich selbst und sind daher unbewusst auf der Suche nach einem Guru oder Gott, der einen Zauberstab schwingt und sie mit einem Schlag von all ihren Zipperlein befreit. Alleine ihre Einstellung sorgt dafür, dass sie einen solchen Guru überhaupt nicht finden und niemals finden werden. Ich weiß das deshalb so genau, weil ich am Anfang auch „alles versucht“ habe, und darunter neben Heilpraktikern auch Geistheiler und Schamanen und so genannte „Wunderwirkende“. Mein Eindruck von diesen letztgenannten Leuten ist der: je mehr sie auf den Putz hauen, um so unfähiger sind sie.

 

Deswegen bin ich auch „nur“ Heilpraktiker. Ich habe nämlich keinen Zauberstab, der meine Patienten auf wunderbare Weise wieder gesund werden lässt. Und ich habe, nachdem ich erkannt habe, dass das meiste an mir hängt, etwa 2 bis 3 Jahre gebraucht, um vom letzten Crohn-Schub in einen Zustand zu gelangen, den man uneingeschränkt als gesund bezeichnen kann.

 

Prüfen Sie daher ihre Einstellung: Wenn es wirklich helfen soll, müssen sie viel Vertrauen in sich, ein bisschen Vertrauen in den Therapeuten und ein bisschen mehr in seine Therapie mitbringen. Übrigens auch in der „Schulmedizin“, wie viele Studien zum Thema „Placebo-Effekt“ beweisen, der zwar von der Medizin immer noch belächelt wird, aber wahrscheinlich doch wesentlich stärker ist, als es den Anschein hat!

 

Das Thema "Vertrauen" wird übrigens auch in meinem Roman zum Thema Crohn behandelt:

 

Iron Warrior

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