Das Vitamin D-Problem

Als ich Vitamin D empfohlen habe (beispielsweise bei Beginn der "Schweinegrippe" Welle in 2009) wusste noch kein Apotheker, dass das auch was mit dem Immunsystem bewirkt. Vitamin D war allgemein mit Knochengesundheit und dessen Mangel mit Osteoporose assoziiert.

 

Heute weiß man, dass Vitamin D über die Differenzierung der so genannten T-Helferzellen (das sind Zellen des lymphatischen Systems) das Immunsystem koordiniert. Ich habe für meine Bücher in bisschen mehr nachgeschlagen und weiß heute, dass Menschen, die unter Stressbelastung stehen, etwa 20 bis 30% mehr Vitamin D benötigen als Menschen, die keinen Stress haben. Unter Stress ist der Sympathicus aktiv und der dämpft die körpereigene Abwehr.

 

Noch etwas anderes dämpft die körpereigene Abwehr, nämlich freie Radikale. Die man deswegen ja auch als "Stress" bezeichnet (oxidativer beziehungsweise nitrosativer Stress). Und wenn im Darm eine Entzündung besteht, gibt es davon reichlich. Übrigens auch einer der Gründe dafür, warum Sie mit einer Entzündung schlecht schlafen oder sich ständig erschöpft fühlen, und oft schlechte Laune haben - natürlich neben den Krankheitssymptomen.

 

Dann ist da das Problem der meist eingeschränkten Fettverdauung. Ein kanadischer Arzt bezeichnete die Mengen an Vitamin D (das eigentlich ein Hormon ist und im strengen Sinne kein Vitamin), die wir über die Nahrung zu uns nehmen, als "lächerlich".

 

Da jetzt die sonnenarme Zeit beginnt und angesichts der aktuellen Temperaturen (derzeit bei uns zwischen 12 und 16°C) nicht zu erwarten ist, dass jeder mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde Sonne täglich auf große Teile der Haut bekommt, ist jetzt die Zeit gekommen, über eine Nahrungsergänzung nachzudenken. Ich empfehle 25 mcg pro Tag, das entspricht 1000 internationalen Einheiten (mcg = Mikrogramm). Wichtig: Vitamin D Nahrungsergänzungen sollten in der Form von Vitamin D3 eingenommen werden!

 

Und an dieser Stelle natürlich wie immer mein Hinweis: die Einnahme auch rezeptfreier Medikamente und Nahrungsergänzungen sollten Sie aus Sicherheitsgründen immer mit einem Therapeuten absprechen beziehungsweise abstimmen, auch im Hinblick auf Wechselwirkung mit anderen Medikamenten, die Sie einnehmen müssen.

 

 

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