Wo sind die Fortschritte?

Immer mal wieder taucht in der Presse einer dieser "Warum-wieso-weshalb" Artikel auf, die allgemein über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen aufklären, wie zum Beispiel hier:

 

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Ich lese so was immer mal wieder aber mittlerweile muss ich (leider) sagen, es lohnt nicht, diese Artikel zu lesen. Warum? Nun, seit den Jahren, seit ich kontinuierlich die deutsche Presse nach Neuem abgrase, was Morbus Crohn und Co. angeht, sehe ich leider nicht den geringsten Fortschritt. "Wir können nicht erklären, wo es herkommt, es ist allerdings nicht psychosomatisch." Oder: "die Therapie muss individuell auf den Patienten abgestimmt werden." (was in der Praxis heißt: das immununterdrückende Medikament, das eingesetzt wird, ist je nach Symptomlage mehr oder weniger stark. Also Mesalazin, oder Aza, oder Remicade, oder MTX...).

 

Gut, gelegentlich taucht einmal eine Forschungsarbeit auf, aber die dreht sich zu 90% immer wieder um die lieben (oder in diesem Fall bösen) Gene. Die wenigen Goldkörnchen nehme ich immer sehr gerne in meinen Blog auf, wie die Heidelberger Studie jüngst mit dem Aufenthalt in großen Höhen, die Epigenetik-Studie etc. Aber leider sind sie selten.

 

Zum Tenor des obigen Textes: sind Selbsthilfegruppen wünschenswert? Ja! Aber bitte nicht solche, wo jeder den anderen nur runterzieht und alles nur wie die Karnickel auf die Schlange auf "neueste medizinische Forschungsergebnisse" starrt, die, wenn ich mir die allgemeine medizinische Entwicklung zum Thema chronisch-entzündliche Darmerkrankungen ansehe, in den nächsten 10 Jahren mit Sicherheit keine entscheidenden Fortschritte bringen wird.

 

Selbsthilfegruppen sollten SelbstHILFEgruppen sein - Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Schließlich hat die Geschichte der Menschheit gezeigt, dass nicht da, wo von den oberen 10.000 etwas beschlossen wurde, sondern da, wo die Menschen sich selbst aufgerafft haben, etwas Großes entstanden ist! Und wirkliche medizinische Fortschritte gingen oft von medizinischen Laien aus.

 

Solange die Themen Umweltmedizin, Ernährung, Stoffwechsel, Gifte und Entgiftung keinen Zugang zur Mainstream-Medizin finden, solange wird es nie eine Lösung für das Problem "chronisch-entzündliche Darmerkrankungen" (wie andere chronische Krankheiten auch) geben.

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