Wann ich Biologicals oder Immunsuppressiva nehmen würde…

Gut, jetzt bin ich gesund, und das schon seit fast 15 Jahren. 

 

Aber dennoch werde ich immer mal wieder von Betroffenen gefragt, wann ich Remicade oder Humira nehmen würde, oder Methotrexat, wenn ich an ihrer Stelle wäre…

 

Vorneweg: ich mag all diese neuen Medikamente nicht, aber das ist mein persönliches Subjektives Verhältnis: sie sind für mich zu unberechenbar, die Nebenwirkungen zu wenig abschätzbar und die langfristigen Konsequenzen der Einnahme kann man derzeit noch überhaupt nicht abwägen. Dennoch gäbe es einen Grund, mich auf diese Medikamente einzulassen – wenn das denn relevant wäre:

 

Wenn ich die Wahl zwischen der Einnahme hätte und einen medizinischen Eingriff, der mich faktisch zu einem „Krüppel“ machen würde, wie beispielsweise die Anlage eines endständigen Stomas (= künstlicher Darmausgang, der nicht wieder zurück verlegt werden kann). Oder die Anlage eines Pouchs (da drohen viele, viele Komplikationen!). In solchen Fällen oder Fällen von ähnlicher Tragweite würde ich mich für diese Medikamente entscheiden.

 

Aber eben auch nur dann…

 

Das ist eben ein persönliches Ding, erwachsen aus vielen Jahren Erfahrung, die ich mit der Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen habe. Letzten Endes muss das jeder für sich entscheiden. Fakt ist aber: die oben genannten Medikamente werden mittlerweile „leichtfertiger“ verordnet als früher, wobei der Kostenfaktor insbesondere bei den Biologicals immer noch eine wesentliche Rolle spielt. Ich möchte fast sagen: Gott sei Dank!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0