"Junk-DNS" doch zu etwas nutze?

Bis vor kurzem war man der Auffassung, dass große Teile des menschlichen Erbgutes eigentlich keine weitere Funktion hätten. Doch das scheint sich jetzt als Irrtum herauszustellen. Die auch als „Junk-DNS“ bezeichnete „Ausschussware“ beim Erbgut macht wohl doch einiges: sie koordiniert Stoffwechselabläufe in den Zellen. In Älteren Veröffentlichungen wurden diese DNS-Bruchstücke ohne offensichtliche Funktion als ein „Ausschuss der Evolution“ bezeichnet:

 

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Mit der Erforschung dieses vermeintlichen Ausschusses verhofft sich die Wissenschaft nun Aufschluss über die Stoffwechselvorgänge, die zu Krankheiten wie Morbus Crohn oder multipler Sklerose führen. Aus ganzheitlicher Sicht allerdings stellt sich hier einmal mehr die berühmte Henne-oder-Ei-Frage: denn die DNS, die verschiedene Stoffwechselvorgänge steuert, müsste ja für das Auftreten solcher Krankheiten verändert sein – logisch.

 

Wenn auch dieser Teil der DNS rein durch Vererbung weiter gegeben wird, erklärt das wieder mal nicht, warum bei Zwillingspärchen der eine krank und der andere gesund ist, es erklärt nicht, warum die Inzidenz für Krankheiten wie MS oder Crohn oder Colitis erst in den letzten zwei Jahrzehnten so dramatisch zu genommen hat und es erklärt auch nicht den Verlauf dieser Erkrankungen.

 

Die Henne-oder-Ei-Frage führt uns wieder in die Epigenetik hinein: vielleicht findet man eines Tages heraus, dass diese „Steuerungs-DNS“ in Wirklichkeit nicht allein durch Vererbung bestimmt wird, sondern vielmehr als Folge organischer Belastungen (z.B. umweltmedizinischer Art) verändert wird. Und vielleicht entdeckt man irgendwann einmal – aus der derzeit (immer noch) vorherrschenden Wissenschaftlichen Lehrmeinung heraus ein Skandal – dass es sogar Wechselwirkungen zwischen der Psyche und dieses Teils der DNS gibt. Etwa, was viele Wissenschaftler schon lange vermuten…

 

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