Kinderkrankheiten - damals und heute

Das heutige Thema hat mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nur am Rande zu tun, es ist aber wichtig.

 

Bei meinen Recherchen für geeignete Artikel für Gesundheits-Brief bin ich auf folgendes gestoßen:

 

Fettsucht und Depri statt Ziegenpeter

 

Die Tatsache, dass Kinder mittlerweile immer weniger an akuten (Infektions-)Krankheiten zu leiden haben, aber dafür stattdessen immer öfter chronische Krankheiten entwickeln, die man eigentlich bisher kategorisch in die zweite Lebenshälfte verbannt hat, wirft nämlich Fragen auf. Fragen, die gelinde ausgedrückt, ein wenig am wissenschaftlich-medizinischen Weltbild rütteln.

 

Sicher, Impfbefürworter werden sich auf die Schultern klopfen und darauf hinweisen, dass die zugegebenermaßen (wenn auch selten) gefährlichen Kinderkrankheiten auf dem Rückzug sind. Aber nichtsdestotrotz stellt sich die Frage: wo kommen die chronischen Leiden unserer "neuen Generation" her? Geht es nämlich nach dem medizinisch-wissenschaftlichen Weltbild, konnten sich chronische Krankheiten überhaupt erst dadurch manifestieren, dass wir heute - im Vergleich zu früher, als es die "Segnungen" der Medizin noch nicht gab - im Durchschnitt ein sehr hohes Alter erreichen. "Früher wurden wir 30, heute werden wir 80. Die Menschen früher lebten gar nicht lange genug, um Arthrose, Diabetes, Herzinfarkt, Krebs, Steinleiden etc. zu bekommen, sondern wurden schon früh durch irgendwelche Infektionskrankheiten dahin gerafft!"

 

Sie schmunzeln? Das habe ich sinngemäß so mal auf der Website eines radikalen "Schulmedizin-Befürworters" gelesen. Mit der gegenwärtigen Entwicklung kommen diese Vertreter der wissenschaftlichen Medizin allerdings in Erklärungsnot. Kinder werden auf einmal chronisch krank!

 

Oder umgedreht: das Auftreten chronischer Krankheiten in unserer Gesellschaft hat herzlich wenig mit dem theoretisch möglichen Lebensalter zu tun, sondern ist einfach eine Folge aus unseren veränderten Ernährungs- und Umweltbedingungen...und, aus naturheilkundlich-ganzheitlicher Sicht, auch aus dem radikalen Bekämpfen akuter Erkrankungen.

 

Die Antwort auf diese Entwicklung ist allerdings nicht eine "Bekämpfung der Schulmedizin", die hat ihre Zeit, ihren Sinn und ihren Platz (denken wir nur einmal an Prothetik und Chirurgie sowie Intensiv- und Akutmedizin!), sondern in einer Gesundheits-Aufklärung, die diesen Namen wirklich verdient. Sicher, das kostet. Aber mittelfristig werden diese Kosten wieder eingespart.

 

Jeder Cent, der in eine wirkliche Gesundheits-Pflege und -Aufklärung investiert wird, kommt (mindestens) 10-fach wieder zurück.

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