Zwei Faktoren „addieren“ sich zu einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung auf Zellebene.

Es gibt dieses Zeugs, das verhindert, dass Bakterien tiefer in die Darmwand eindringen. Und dann gibt es die Darmschleimhaut an sich. Das Gleichgewicht zwischen der Darmschleimhaut und dem Darm-Immunsystem auf der einen Seite und der Darmflora auf der anderen Seite ist ziemlich fragil, so fragil, dass man sich als medizinischer Laie schon wundern muss, warum angesichts der Umstände nicht viel mehr Menschen „ihren Darm bemerken“, sprich: am Darm krank werden.

 

Aber dafür scheint es jetzt eine Erklärung zu geben. Wie der „Medical Express“ in seiner letzten Ausgabe anhand einer Studie erklärt, treten bei Mäusen erst die Erscheinungen einer chronischen Darmentzündung auf, wenn auf der einen Seite ein „Leaky Gut Syndrom“ besteht, also Lücken in der Darmschleimhaut die Durchlässigkeit für Antigene erhöhen, UND auf der anderen Seite bestimmte Stoffe fehlen, die ihrerseits wiederum Schutzstoffe für die Darmschleimhaut produzieren: beispielsweise sekretorisches IgA.

 

Ist einer dieser Faktoren alleine angeschlagen, entsteht noch keine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Erst Lücke + immunologischer Defekt macht den Darm krank.

 

Das wäre schon mal ein schöner Forschungsansatz für Epigenetik und zweitens könnte man in diesem Zusammenhang beispielsweise einmal Auslassdiäten näher untersuchen, welche die Erscheinungen eines „Leaky Gut Syndromes“ berücksichtigen: beispielsweise IgG4-Auslassdiäten oder gluten- und milcheiweißfreie Diät, was die Naturheilkunde ja schon seit 20 Jahren diskutiert.

 

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