Seite in Englisch über Roaccutan und Morbus Crohn

Heute fasse ich mich relativ kurz:

 

Roaccutan, ein Akne-Medikament, macht schon seit einigen Jahren aufgrund seiner gravierenden Nebenwirkungen Negativ-Schlagzeilen. Zumindest im englischsprachigen Sprachraum haben hierauf schon Anwälte reagiert und ihre Unterstützung bei der Durchsetzung der Interessen von Roaccutan-Patienten angeboten, die mit gravierenden Nebenwirkungen konfrontiert werden:

 

Eine davon ist ein mögliches Morbus Crohn ähnliches Syndrom, das sich aufgrund einer Einnahme von Roaccutan manifestieren kann. Ich denke zwar, dass dies sehr selten geschieht, die Gründe hierfür sind allerdings aus naturheilkundlicher Sicht nachvollziehbar. Akne geht mit Eiterungen einher und ist daher ein zwar ungeliebter, aber durchaus physiologischer Ausscheidungsprozess. Das Medikament greift so tief in die hormonelle Sphäre und in den Stoffwechsel ein, dass bestimmte Funktionen der Leber verändert oder eingeschränkt werden können. Eine Mutmaßung läuft darauf hinaus, dass die Einnahme von Roaccutan das Selbstmordrisiko bei Jugendlichen ansteigen lassen kann - was nachvollziehbar wäre, werden in der Leber doch die Hormone synthetisiert. Veränderungen im Hormonhaushalt können Depressionen und andere "psychologische" Erkrankungen nach sich ziehen. Plus - hier kommt mein neues Steckenpferd, die "hormonellen Disruptoren" ins Spiel: auch physische, entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn. Beispielsweise durch Veränderungen im Kalziumstoffwechsel, der ja z.B. über die Nebenschilddrüse auch hormonell gesteuert wird.

 

Ist zwar nur eine Vermutung meinerseits, macht aber Sinn.

 

Auf jeden Fall rate ich jedem Patienten einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung dringend, die Finger vom Aknemedikament "Roaccutan" zu lassen.

 

Hier der Link zur Seite

Kommentar schreiben

Kommentare: 0