Eine Studie, die die Welt nicht braucht...

Es gibt medizinische Studien, die sind durchaus nützlich...

 

Die folgende gehört nicht dazu:

 

Ein Forscherteam aus USA hat mal wieder mit genetisch veränderten Mäusen experimentiert: gemeint sind Mäuse, die gentechnisch so manipuliert sind, dass sie bei Kontakt mit Darmflora eine Darmentzündung entwickeln. Werden diese Mäuse keimfrei gehalten, ist alles o.k.. Geraten die Mäuse mit Darmbakterien in Kontakt, entwickeln sie eine Darmentzündung.

 

So weit, so schlecht...

 

Aus einer Untersuchung, in der diese Mäuse mit gesunden Artgenossen und somit einer normalen Flora in Kontakt kommen, geht jetzt hervor, dass diese Mäuse in Folge auch sehr häufig Darmkrebs entwickeln. Die konzeptuelle Annahme dahinter: "weil Entzündungen zu einer anderen Darmflora führen und die andere Darmflora dann irgendwelche Stoffwechselprodukte ausscheidet, die DNS schädigen kann, sind die Darmflorenbestandteile (in diesem Fall eine nicht ganz harmlose Variante von Escherichia Coli) verantwortlich für die Entstehung von Krebs."

 

  1. Ein Faktor, eine Schlussfolgerung: aus A folgt B. Dazu mein Kommentar: gibt es in der Realität nicht. Nicht mal bei Labormäusen
  2. Immer wieder sind die armen Bakterien dran. Wie wäre es, wenn sich die Medizin den letzten Satz eines ihrer großen Helden (Louis Pasteur) endlich mal zu Herzen nehmen würde: "Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles!"

Fazit: wieder mal eine Studie, die die Welt nicht braucht und die die Forschung im Bezug auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen keinen Schritt weiter bringt.

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