"Eiweißreich" vs. "Stärkearm"

Im Bezug auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen hat ja die "Lutz" Diät in der so genannten "Crohn-V-Studie" gegenüber einer Vollwertkost Vorteile in der Verbesserung und Remissionserhaltung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen erkennen lassen. Nun heißt ja "Vorteile erkennen lassen" nicht automatisch, dass Sie bei jedem funktioniert und auch nicht, dass sie 100% funktioniert.

 

Aber ist die Lutz-Diät eigentlich eiweißreich oder ist sie stärkearm?

 

Lutz, der österreichische Arzt, hat in seiner Arbeit ausdrücklich betont, dass es auf die Begrenzung der Kohlehydrate auf 6 BE täglich ankommt, das ist das Äquivalent von 72 g Glucose. Wenn Sie in einer Lutz-Diät stärkereiche Nahrungsmittel verzehren, sind Sie hier schnell an der Grenze angelangt, und der Eiweißanteil "visuell" wird zu hoch. Stellen Sie sich einen Teller vor, auf dem das Steak 80% der "Fläche" einnimmt und die Nudeln 20%.

 

Das Ergebnis ist eine Eiweißmast, die den Darm subtil und langfristig erneut in Schwierigkeiten bringen kann. Meine Meinung: wenn Lutz-Diät, dann so, dass Kohlehydrate überwiegend aus stärkearmen Nahrungsmitteln gewonnen wird: beispielsweise Blatt- und Sprossengemüse, Pilze etc. Dann kommen Sie visuell auf einen Eiweißanteil von vielleicht 40% auf dem Teller und ernähren sich wesentlich gesünder.

 

Der Knackpunkt bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist hier, die Nahrungsmittel und Zubereitungen so zu wählen, dass keine funktionelle Pein entsteht. Zwiebeln und Pilze sind zwar stärkearm, aber ohne "Radau" im Darm leider ziemlich schlecht verdaulich.

 

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