Wie viel Zivilisation steckt in einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung?

Unter Anderem heißt es ja auch, dass Morbus Crohn und Colitis ulcerosa „Zivilisationskrankheiten“ sind. Aber wie viel „Zivilisation“ steckt in einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung?

Offensichtlich eine ganze Menge.

 

Ich habe meine Pflicht gesehen, meinem Ernährungsratgeber, siehe hier:

 

www.crohn-colitis-online.de/bücher/ernährung

 

eine Liste mit bedenklichen und zumindest für die Gesundheit nachteiligen E-Nummern beizufügen. Meine grobe Schätzung: von mindestens 40% aller E-Nummern, die für die Lebensmittelchemie eingesetzt werden, geht potentiell eine allergene Wirkung aus, das heißt empfindliche Personen reagieren auf sie mit Allergien oder pseudoallergischen Symptomen! Das betrifft mit Sicherheit schon mal alle Betroffene einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung!

 

Ebenso sind Bezüge der Überreaktion des Immunsystems zu übertriebener Hygiene (Desinfektionsmittel im Haushalt) und zu problematischen Umweltchemikalien nachgewiesen, und das bestätigt heute sogar die „Schulmedizin“ (ich setze das Wort deswegen immer in Anführungszeichen, weil ich es nicht besonders mag – „Schulmedizin“ wird heute in vielerlei Kontext abwertend benutzt, ich halte sie aber dennoch für wichtig, wenn sie richtig angewandt wird).

 

Für ein Problem halte ich auch „Designer-Food“, nicht nur wegen erwähnter E-Nummern, sondern oftmals auch wegen der problematischen Kombination Zucker-Stärke, die die Kohlehydratverdauung einschränkt und zu Gärungsproblemen und Übersäuerung im Darm führt. Was die Schleimhaut wiederum reizt und Durchfälle begünstigt. Das macht zwar noch keinen Crohn und auch keine Colitis, aber mit der entsprechenden immunologischen Disposition kann es beides begünstigen.

 

Natürlich gibt es noch etliche weitere Faktoren, die in meinem Therapieratgeber unter „Umweltmedizinisches“, Kapitel 7, besprochen und vertieft werden.

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